Mächtig viel Sound: 100 Bläser in der Lutherkirche in Südlengern waren ein imposantes Hörerlebnis. FotoS: Myriam Domke-Feiner - © Myriam Domke-Feiner
Mächtig viel Sound: 100 Bläser in der Lutherkirche in Südlengern waren ein imposantes Hörerlebnis. FotoS: Myriam Domke-Feiner | © Myriam Domke-Feiner

Kirchlengern "Lebensmelodien" zum runden Geburtstag

Kreisposaunen-Gottesdienst: Der CVJM-Posaunenchor Südlengern feierte sein 120-jähriges Bestehen in der Lutherkirche mit vielen Besuchern und viel Musik

Myriam Domke-Feiner

Kirchlengern. Die Parkplätze an der Lutherkirche reichten am Sonntagmorgen für die Gottesdienstbesucher bei Weitem nicht mehr aus. Auch in der Kirche waren beinahe alle Plätze belegt. Grund war der Festgottesdienst des CVJM-Posaunenchores Südlengern mit dem Titel "Lebensmelodien", der in Verbindung mit dem traditionellen Kreisposaunen-Gottesdienst gefeiert wurde. Etwa 100 Bläser erfüllten die Kirche mit emotionalen Melodien aus den Genres Popular- sowie christlicher Musik. "Heute sind Bläser aus den umliegenden Chören hier: aus Dünne, Holsen/Ahle, Westkilver/Rödinghausen, Kirchlengern, Stift Quernheim, Hagedorn, Spradow, Ennigloh und Hunnebrock-Hüffen-Werfen", sagt Südlengerns Chorleiter Günther Wehmeier höchst erfreut. Die Chöre spielen regelmäßig zusammen, findet der Kreisposaunen-Gottesdienst doch alljährlich statt. "Wir veranstalten diesen Gottesdienst gerne in den Gemeinden, wo gerade ein Jubiläum ansteht. Da bot sich Südlengern mit dem 120. Geburtstag an", sagt CVJM-Westbund-Posaunenwart Klaus-Peter Diehl. Ihm und seinen Mitstreitern sei es ein Anliegen, den Besuchern zu zeigen, dass "Blasmusik einfach Freude bereitet". Dem pflichtete auch der CVJM-Kreisverbandsvorsitzende Jürgen Heidemann in seinem kurzen Grußwort bei: "Uns würde etwas Besonderes fehlen, wenn die Bläser nicht dabei wären". Das zeigte sich auch während dieses Gottesdienstes. Nach dem ersten gespielten Stück - 100 Bläser in einer eher kleinen Kirche sind ein imposantes Hörerlebnis - applaudierten einige Besucher sogar spontan, was während eines Gottesdienstes eher unüblich ist. Pfarrerin Claudia Günther hielt die Festpredigt mit dem passenden Titel "Alles, was Odem hat, lobe den Herrn". Nach Ende des Gottesdienstes ging es festlich weiter im benachbarten Gemeindehaus. Bei Sekt, Kaffee und Kuchen gab es zahlreiche Grußreden von den geladenen Ehrengästen. Im Mittelpunkt standen dabei stets die goldglänzenden Instrumente und ihre begeisterten Anhänger. Und davon würde sich insbesondere Günther Wehmeier künftig mehr wünschen. "Wir suchen immer nach Nachwuchs für unseren Posaunenchor. Derzeit haben wir 16 aktive Musiker." Wer sich für diese Art des Musizierens interessiert, sei - sogar ohne jegliche Vorkenntnisse - herzlich willkommen. "So lange ich noch kann, würde ich denjenigen auch das Posaunespielen beibringen", verspricht der agile Senior.

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