Starke Truppe mit hohem Besuch: Feuerwehrchef Frank Rieke (l.) mit den Beförderten und Geehrten sowie Silke Vahrson-Hildebrand, Kreisbrandmeister Wolfgang Hackländer und Bürgermeister Rüdiger Meier. - © GERALD DUNKEL
Starke Truppe mit hohem Besuch: Feuerwehrchef Frank Rieke (l.) mit den Beförderten und Geehrten sowie Silke Vahrson-Hildebrand, Kreisbrandmeister Wolfgang Hackländer und Bürgermeister Rüdiger Meier. | © GERALD DUNKEL

Kirchlengern Starke Jugend in starker Truppe

Feuerwehr Kirchlengern: Kreisbrandmeister Wolfgang Hackländer lobte die Wehr, weil sie sich "gekümmert hat". Er weiß, dass es an anderen Stellen im Kreis Herford anders aussieht. Kirchlengern sei "unproblematisch"

Gerald Dunkel

Kirchlengern. Mit 111 aktiven Mitgliedern zählte Kreisbrandmeister Wolfgang Hackländer die Freiwillige Feuerwehr Kirchlengern bei ihrer Jahresversammlung am Wochenende zu den stärksten im Kreis Herford, gemessen an der Einwohnerzahl von rund 16.000 in der Kommune. Für die Elsegemeinde zog er ein - für seine Verhältnisse - positives Fazit. "Friederike" wirft Statistik durcheinander Es war vor allem ein Abend der Statistiken. Bei den Einsatzzahlen bewege sich Kirchlengern im eher "normalen Bereich". Für 2017 führt die Freiwillige Feuerwehr 125 Einsätze auf - 25 davon hatten Brände als Ursache. 17 mal waren Menschen in Notlagen. Die Statistik für 2018 übertreffe dank Orkan "Friederike" aber jetzt schon die Zahl der Einsätze nach Sturmschäden für das vergangene Jahr. Seit 2013 steigt die Zahl der Aktiven Seit 2013 steigt die Zahl der aktiven Mitglieder tendenziell wieder an. Zu den 111 (18 weiblich / 93 männlich) aktiven Mitgliedern kommen noch die Jugendfeuerwehr mit 57 Nachwuchsfeuerwehrleuten (11 Mädchen und 46 Jungen) sowie die Ehrenabteilung mit 34 ehemals aktiven Feuerwehrleuten hinzu, zu denen auch eine Frau zählt. Was die Personalentwicklung betrifft, sieht Kreisbrandmeister Wolfgang Hackländer seit Jahren kreisweit Probleme - "besonders die Jugend ist nicht mehr so stark zu motivieren", sagte er und richtete sich an die Versammlung: "Da seid ihr die Ausnahme. Andere Einheiten machen mir das große Sorgen", so Hackländer, der sein Amt in diesem Jahr am 31. August abgeben wird und an dessen Personalie auch die Freiwillige Feuerwehr Kirchlengern beteiligt sei. "Dass es euch so gut geht, ist euer Verdienst." Hackländer hob hervor, dass die Blauröcke aus Kirchlengern überhaupt gut vertreten seien, wenn um die Besetzung von Posten auf Kreisebene gehe. "Dass es euch so gut geht, ist euer Verdienst, weil ihr euch gekümmert habt. Das Miteinander in Kirchlengern passt", lobte Hackländer abschließend und schloss sich damit den Worten von Silke Vahrson-Hildebrand, Amtsleiterin für den Bereich Sicherheit und Ordnung im Kreis Herford, an, die der Kirchlengerner Wehr attestierte, jedes Recht haben zu können, stolz auf das Erreichte zu sein. Bürgermeister Rüdiger Meier brachte in der Versammlung dann noch Zahlen ganz anderer Art zur Sprache. 1,6 Millionen Euro ließ sich die Gemeinde Kirchlengern ihre ehrenamtliche Feuerwehr im vergangenen Jahr kosten. Darin enthalten sind Investitionen in Fahrzeuge und Gebäude wie auch laufende Kosten des Betriebs. Einen Dank, verbunden mit einem großen Lob für Mitglieder der Ausschüsse und des Rates, die die entsprechenden Beschlüsse dafür verantworten, hoben sowohl Meier wie auch Wolfgang Hackländer und der Kirchlengerner Feuerwehrchef Frank Rieke in ihren Ansprachen hervor. Beförderungen und Ehrungen Die drei nahmen zum Abschluss Auszeichnungen und Beförderungen vor. Befördert wurden Michael Ober-Kassebaum zum Brandoberinspektor, Lars Petring zum Oberbrandmeister, Carsten Schröder zum Brandmeister, Marcel Pott zum Unterbrandmeister und Christina Stor zur Hauptfeuerwehrfrau. Ausgezeichnet wurden Andreas Kröger (Feuerwehr-Ehrenkreuz Gold für 35 Jahre Feuerwehrdienst), Stefanie Telthörster-Kröger (Feuerwehr-Ehrenkreuz Silber für 25 Jahre Feuerwehrdienst) sowie Karl-Heinz Sudek für 50 und Siegfried Sieker für 40 Jahre Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr.

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