Wegen Baumängeln ist der Elsesportplatz oft nicht bespielbar. - © Archivfoto: Björn Kenter
Wegen Baumängeln ist der Elsesportplatz oft nicht bespielbar. | © Archivfoto: Björn Kenter

Kirchlengern RW Kirchlengern muss keinen Eigenanteil zahlen

Elsesportplatz: Die Gemeinde trägt alle Kosten des Umbaus zum Kunstrasenplatz

Katharina Georgi

Kirchlengern. Was im Sportausschuss angeklungen war, fand in der Sitzung des Hauptausschusses Zustimmung von allen Fraktionen: Der Umbau des Elsesportplatzes zum Kunstrasenplatz soll jetzt doch komplett von der Gemeinde finanziert werden. Der Verein FC RW Kirchlengern tritt trotzdem weiter als Bauherr auf. Diese Entwicklung ist zum Vorteil aller Seiten. FÜR DIE GEMEINDE Die Gesamtkosten werden aktuell auf 582.000 Euro geschätzt, wenn der Verein als Bauherr auftritt. Denn der Verein unterliegt nicht den Ausschreibungsvorgaben einer Gemeinde und kann über den Preis verhandeln. Würde die Gemeinde selbst als Bauherr auftreten, lägen die geschätzten Kosten bei 678.100 Euro. Auch ein Zuschuss von Seiten des Kreises für den Verein ist noch nicht komplett vom Tisch. Zusätzlich können Eigenleistungen erbracht werden, die die Gesamtkosten dann noch einmal sinken lassen könnten. FÜR DEN VEREIN Wenn die Gemeinde einen Kredit aufnimmt, ist die Zinslast deutlich geringer. Beim Verein betrüge sie 62.300 Euro, bei der Gemeinde 14.700 Euro. Diesen Betrag will die Gemeinde jetzt selbst tragen, so dass der Verein finanziell nichts mehr übernehmen muss. Eine Beitragserhöhung aufgrund dieser Kosten wäre damit vom Tisch. RECHTLICHES & HAUSHALT Eine Anfrage beim Städte- und Gemeindebund hat ergeben, dass die Aufteilung rechtlich möglich ist. Der Verein darf Bauherr sein, obwohl die Gemeinde die Kosten trägt. Innerhalb des Haushaltsplan müsste einiges umgestellt werden, der Tilgungs- würde zum Investitionszuschuss, erklärte Kämmerer Stefan Junkermann. "Wir sehen das als machbar an", so die Einschätzung der Verwaltung. Bürgermeister Rüdiger Meier erklärte, dass es im Haushalt für 2018 geplante Projekte gebe, die sich aus Zeitgründen vermutlich nicht umsetzen lassen werden. Von diesen Positionen könnte Geld innerhalb des Haushalts anders eingestellt werden: "Das müssen wir aber noch prüfen." Der Hauptausschuss empfiehlt dem Rat einstimmig, dieser Variante zuzustimmen. Dessen Mitglieder kommen in der kommenden Woche, am Donnerstag, 22. Februar, um 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses zusammen.

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