Kirchlengern Buntes Begegnungszentrum

Die Arbeiten zur energetischen Sanierung am Jugendzentrum sind abgeschlossen

Björn Kenter

Kirchlengern. Erika Nauhart ist bester Laune. Die Arbeiten zur energetischen Sanierung des Gebäudes sind abgeschlossen, das Jugendzentrum Kirchlengern an der Erich-Kästner-Gesamtschule steht den Jugendlichen seit Dienstag wieder zur Verfügung. "Als die Arbeiten begannen, hatten wir zehn Tage Zeit, um alles auszuräumen. Bis auf die Küche musste alles raus", erinnert sich die Sozialpädagogin an den vergangenen November, als die Arbeiten begannen. Ein Großteil der Möbel wurde in der Grundschule in Häver zwischengelagert. Tatkräftige Unterstützung leisteten dabei die Mitarbeiter des Bauhofs der Gemeinde sowie die beiden Hausmeister der Erich-Kästner-Gesamtschule Adnan Osman und Dirk Mittelste-Heitkamp. "Die beiden haben wirklich viel dazu beigetragen, dass das alles so gut funktioniert hat", so Nauhart, die gemeinsam mit Marie-Christin Gerdsmeier die Offene Jugendarbeit in Kirchlengern leitet. Ein großes Kompliment verteilt Nauhart auch an die ausführenden Gewerke. "Die haben alle einen super Job gemacht. Ich war erstaunt, wie gut sie Hand in Hand gearbeitet haben. Zudem hatten wir jede Woche einen Termin auf der Baustelle und konnten immer wieder Wünsche und Vorstellungen einbringen", lobt die Sozialpädagogin. So seien unter anderem Türen und Fenster verbreitert worden, das gesamte Gebäude wurde barrierefrei gestaltet. "Das war ein sportlicher Zeitplan, da auch die Decken komplett abgehängt werden mussten", freut sich Nauhart nun umso mehr über die Wiedereröffnung. Da nicht alle Veränderungen auf den ersten Blick sichtbar sind, haben sich die Verantwortlichen ein Baustellenquiz für die jugendlichen Besucher ausgedacht, die so das Gebäude von innen und außen besser kennenlernen können. "Auch der Außenanblick ist durch die neue Verkleidung der Giebel und die neuen Fensterrahmen schöner geworden", findet Nauhart. Geöffnet hat das Jugendzentrum dienstags von 13 bis 20 Uhr, mittwochs von 14 bis 17 Uhr und donnerstags von 12 bis 17 Uhr. Neben dem sehr beliebten Tischkicker wird im Wohnzimmer viel und gerne an der Playstation gezockt. Im Trend bei den Jugendlichen liegen auch Brett- und Gesellschaftsspiele. An den Dienstagen wird gemeinsam gekocht. Dabei dürfen die Jugendlichen Wünsche äußern, allerdings "muss alles frisch zubereitet sein", betont Nauhart. Verschiedene Kreativ-Projekte bietet die Kunstpädagogin Anke Girod an. So wurden die Holzbänke im Garten abgeschliffen und neu bemalt, im Eingangsbereich entsteht aus den Handabdrücken der Gäste ein bunter Baum an der Wand. Ein Schwerpunkt soll künftig auf der Gestaltung des Außenbereichs liegen, Ideen dafür seien bereits vorhanden, so Nauhart. Gedacht sei an eine Hollywood-Schaukel und einen Chill-Bereich. An den stark frequentierten Tagen Dienstag und Donnerstag besuchen zwischen 30 und 50 Jugendliche das Jugendzentrum. "Die Zahl der Stammgäste liegt bei etwa zehn. Das möchten wir Stück für Stück ausbauen", umschreibt Nauhart die Zielsetzung für die Zukunft.

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