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Bünde/Kirchlengern/Rödinghausen Anteil der männlichen Lehrer geht zurück

Bildung: Von allen Lehrkräften waren im Schuljahr 2016/17 an den Schulen im Bünder Land nur knapp über ein Viertel Männer. Der Anteil ist insbesondere in den vergangenen zehn Jahren deutlich zurückgegangen

Katharina Georgi

Bünde/Kirchlengern/Rödinghausen. Männliche Lehrer werden zu einer seltenen Spezies, vor allem an Grundschulen: In allen drei Kommunen im Bünder Land sind die Zahlen deutlich zurückgegangen. Das hat Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) als amtliche Statistikstelle des Landes jetzt bekannt gegeben. BÜNDE Von den 550 Lehrern an den allgemeinbildenden Schulen in Bünde waren im Schuljahr 2016/17 nur knapp über ein Viertel Männer. Damit ist der Anteil der männlichen Lehrer gegenüber dem Schuljahr 2005/06 von 40,8 auf 30,9 Prozent gesunken. An den Bünder Grundschulen lag der Anteil männlicher Lehrer im vergangenen Schuljahr sogar nur bei 7,8 Prozent, 2005/06 waren es 10,5 Prozent. Den höchsten Männeranteil gab es in Bünde an der Gesamtschule: Von den dort tätigen 129 Lehrern waren 43,4 Prozent männlich (2005/06: 55,5 Prozent). Rapide abgenommen hat der Anteil der Männer an den Gymnasien: War es im Schuljahr 2005/06 mit 63,1 Prozent noch mehr als die Hälfte der Lehrkräfte, lag der Anteil im abgelaufenen Schuljahr nur noch bei 39,8 Prozent. KIRCHLENGERN Von IT-NRW wird das Lehrer-Kollegium der Erich-Kästner-Gesamtschule nicht für Kirchlengern erfasst, dafür wird aber die Förderschule Arche aufgeführt. Der Anteil der männlichen Lehrer ist an den allgemeinbildenden Schulen leicht gestiegen: 16,9 Prozent der 59 Lehrkräfte waren im vergangenen Schuljahr 2016/17 männlich (2005/06: 13 Prozent). Der Anteil der Männer ist an den Grundschulen insgesamt etwas höher als in den umliegenden Kommunen mit 12,8 Prozent (2005/06: 8,9 Prozent). RÖDINGHAUSEN Nur etwas mehr als ein Viertel aller 97 Lehrkräfte waren an den allgemeinbildenden Schulen im vergangenen Schuljahr Männer, nämlich 28,9 Prozent. Die Zahl ist deutlich gesunken im Vergleich zum Schuljahr 2005/06. Damals waren noch 43,9 Prozent aller Lehrer männlich. An den Grundschulen ist der Trend ähnlich: Aktuell sind 10,3 Prozent der Lehrer männlich (2005/06: 20,7 Prozent). Auch in Rödinghausen ist der Männeranteil an der Gesamtschule am höchsten mit aktuell 36,8 Prozent. Vor zehn Jahren unterrichteten dort noch mehr männliche als weibliche Lehrkräfte an der Gesamtschule, nämlich 56,6 Prozent. LANDESVERGLEICH NRW-weit ist der Anteil der Männer an den allgemeinbildenden Schulen ebenfalls gesunken, von 32,9 Prozent in 2005/06 auf 27,5 Prozent in 2016/17. An den Grundschulen in NRW waren 8,8 Prozent der Lehrkräfte, die an dieser Schulform unterrichten, männlich (2005/06: 10,9 Prozent). Landesweit den höchsten Männeranteil gibt es mit 40,4 Prozent (2005/06: 51,8 Prozent) an den Gymnasien.

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