Kämpft aktuell mit sinkenden Schülerzahlen: Der Standort der Erich-Kästner-Gesamtschule in Kirchlengern. Vorne ist der Sportplatz mit Laufbahn und auch die Dreifach-Turnhalle zu erkennen. - © Foto: Hans Blossey
Kämpft aktuell mit sinkenden Schülerzahlen: Der Standort der Erich-Kästner-Gesamtschule in Kirchlengern. Vorne ist der Sportplatz mit Laufbahn und auch die Dreifach-Turnhalle zu erkennen. | © Foto: Hans Blossey

Kirchlengern Runder Tisch zu sinkenden Schülerzahlen

Erich-Kästner-Gesamtschule: Im kommenden Schuljahr wird der fünfte Jahrgang nur zweizügig. Woran das liegt, wollen Politik, Schule und Verwaltung gemeinsam klären

Katharina Georgi

Kirchlengern. Das Schuljahr 2013/14 war ein besonders gutes für die Erich-Kästner-Gesamtschule. Fast 50 Prozent aller Grundschüler aus dem Gemeindegebiet wechselten nach der Grundschule dorthin. Für das kommende Schuljahr sind es nur 28 Prozent. Sollten es noch weniger werden, stünde der Standort in Kirchlengern auf dem Spiel. Darum soll dazu eine Arbeitsgruppe gebildet werden. In einer ersten Information im Ausschuss für Schule, Jugend, Familie und Kultur hatte die Verwaltung die Übergangsquoten für die Grundschulen der Gemeinde aufgedröselt. Zum kommenden Schuljahr wechseln 42 Prozent der Abgänger der Grundschule Kirchlengern, die zum Grundschulverbund Elseaue gehört, an die eigene Gesamtschule. 22 Prozent der Grundschüler sind es vom Standort Südlengern. Aus Stift Quernheim wechseln ebenfalls 22 Prozent der Grundschüler an die Gesamtschule. Lehrer gibt's für Schülerzahlen, nicht für Klassen Künftig erwartet die Verwaltung, das sich zwischen 30 Prozent (siehe Kasten) und 40 Prozent der Eltern für die Gesamtschule entscheiden werden. Das wären bei einer Standardklassengröße von 27 Schülern jeweils zu wenig, um zwei Eingangsklassen zu bilden. "Wir haben wenig Spielraum", sagte Schulleiterin Antje Stuke. Denn anders als an anderen Schulen können in diesem Fall auch keine kleineren Klassen gebildet werden. "Wir bekommen keine Lehrer für Klassen, sondern für Schülerzahlen", erklärt Antje Stuke. Durch mehr Klassen müssten aber mehr Kurse betreut werden. Und dafür reichen die Lehrer dann nicht aus. In realen Zahlen hatten sich für die Erich-Kästner-Gesamtschule im Schuljahr 2016/17 knapp 80 Schüler angemeldet. 2017/18 sind es knapp über 60. Die Prognosen für das Schuljahr 2018/19 stehen bei 40 (30 Prozent) oder etwas über 50 Schülern (40 Prozent). Viel Geld in die energetische Sanierung investiert Erklären können sich das bislang weder die Politiker, noch die Lehrer. Denn die Gemeinde hat insbesondere in den vergangenen Jahren viel Geld investiert, beispielsweise in die energetische Sanierung. Die Abgänger der Schule machen zu rund zwei Dritteln einen Realschulabschluss, ein Drittel von ihnen erhält zusätzlich einen Qualifikationsvermerk für das Gymnasium. Friedhelm Blöbaum, Stufenleiter der Jahrgänge fünf bis acht betonte, dass die Schule in Kirchlengern in "echtes Kleinod" sei. Nach den Sommerferien soll nach dem Willen der Politiker ein runder Tisch gemeinsam mit Eltern, Lehrern und Verwaltung erstmals zusammenkommen.

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