"Rosins Restaurants - Ein Sternekoch räumt auf" war auch in Kirchlengern zu Gast. - © obs/kabel eins/Guido Engels
"Rosins Restaurants - Ein Sternekoch räumt auf" war auch in Kirchlengern zu Gast. | © obs/kabel eins/Guido Engels

Bünde/Kirchlengern Nach dem Shitstorm: So reagiert der neue Pächter der "Beef Factory"

Stellungnahmen nach dem Shitstorm

Angela Wiese

Bünde/Kirchlengern. Die teils heftigen Diskussionen um die von TV-Koch Frank Rosin besuchte "Beef Factory" in Kirchlengern reißen nicht ab. Nach der Ausstrahlung der von rund 1,5 Millionen Zuschauern verfolgten Fernsehsendung "Rosins Restaurant" und dem Bekanntwerden des Pächterwechsels sei das Team um den Kirchlengerner Kartbahn-Betreiber Björn Klüter "bedroht, beleidigt, verhöhnt und mit Spott überzogen worden", schreiben die Kartbahn-Betreiber in einer Stellungnahme. Nun äußert sich auch der neue Pächter, Marcel Predovic, in einer Stellungnahme auf Facebook. Zur Erinnerung: In einer direkt nach "Rosins Restaurant" ausgestrahlten Sendung berichtete der ehemalige Pächter und gelernte Starkstromelektriker der "Beef Factory", Michael Dupré, über seine fristlose Kündigung. Tatsächlich übernahm am 1. März der neue Pächter Marcel Predovic. Dieser war während der Dreharbeiten als Küchenchef hinzugezogen worden. Nicht die einzige Veränderung, die Frank Rosin über das Restaurant brachte, um es wieder auf Erfolgspfade zu führen. Das ehemalige Restaurant "Silberpfeil" wurde zur "Beef Factory", die Einrichtung wurde erneuert und die Speisekarte umgestaltet. Neben "Beef & Steaks" sollen nun frische Salate und Desserts im Mittelpunkt des Angebotes stehen. Doch die Nachricht von der Kündigung des ehemaligen Pächters Dupré kam bei vielen Zuschauern nicht gut an. Es hagelte Kritik, auch in den sozialen Netzwerken. "Das alles geschieht aufgrund einer Berichterstattung auf Kabel1, mit der die Kartbahn 2000 nur sehr wenig zu tun hat. Letztendlich geht es um die Gastronomie über unserer Kartbahn, die wirtschaftlich eigenständig ist", schreibt das Kartbahn-Team in einer Stellungnahme. Weil das mit Frank Rosin ausgearbeitete Konzept verwässert und Zahlungsvereinbarungen nicht eingehalten worden seien, sei die Zusammenarbeit beendet worden, heißt es außerdem in dieser Stellungnahme. Derweil wollte sich der neue Pächter Marcel Predovic lange Zeit nicht äußern. Bis jetzt. Äußerung auf Facebook Eine Woche nach Ausstrahlung der Sendung am 8. März schreibt Marcel Predovic auf der Facebookseite der Beef Factory über seine Sicht auf die Dinge. Nach dem Besuch des Sternekochs Frank Rosin und der damit verbundenen Neuausrichtung hätten sich schnell erste Erfolge gezeigt. Doch schon das erste Gehalt sei nicht pünktlich gezahlt, ein Arbeitsvertrag nicht aufgesetzt worden, es habe Beschwerden von Lieferanten und Gästen gegeben. Auch Predovic schreibt, dass der frühere Pächter versucht habe, das von "Frank Rosin vorgeschlagene ,Frischekonzept' durch den Einsatz von TK-Ware abzuändern." Das habe zu Spannungen zwischen Betreiber und Koch geführt, das Arbeitsverhältnis sei gekündigt worden. Schließlich habe ein externer Investor seine Unterstützung für das Restaurant angeboten, unter der Bedingung, dass Predovic neuer Pächter wird. In einem Kabel-1-Interview hatte Michael Dupré über den damals von Rosin ausgewählten Chefkoch gesagt: "Wir haben gemerkt, dass wir nicht zueinander passen." Die fristlose Kündigung durch seine Verpächter sei für ihn überraschend gekommen. "Es war wie ein Schlag ins Gesicht", sagt Dupré in dem Interview. Er sei seinen Verpflichtungen nachgekommen. "Ich stehe vor dem Nichts. Ich bin bei null", sagte Dupré.

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