Hiddenhausen Offenbar Giftköder ausgelegt

Nach Spaziergang direkt zum Tierarzt

Verena Szyska hat die vermeintlichen Giftköder eingepackt, beim Veterinäramt werden sie untersucht. - © FOTO: KLÜTER
Verena Szyska hat die vermeintlichen Giftköder eingepackt, beim Veterinäramt werden sie untersucht. | © FOTO: KLÜTER

Hiddenhausen. Schock für Verena Szyska aus Bünde. Ihr Australian Shepherd "Lennox" hat beim Spaziergang in Hiddenhausen von einem vermutlich vergifteten Köder gefressen und musste daraufhin tierärztlich versorgt werden.

"Ich war gestern Morgen mit Lennox an der Lippinghauser Straße im benachbarten Hiddenhausen unterwegs, als er den etwa tennisballgroßen Köder am Straßenrand erschnüffelte und zu fressen begann", berichtet die 37-jährige. "Zum Glück hatte ich ihn an der Leine, so dass ich ihn schnell zurückziehen konnte. Ich habe ihm dann sofort ins Maul gepackt und versucht, die Reste des Köders herauszuholen. Anschließend bin ich sofort nach Bünde zum Tierarzt gefahren, der Lennox eine Spritze gegeben hat, so dass er sich erbrechen konnte", so Szyska.

Mit den Resten des Köders fuhr die Bünderin zur Polizei, um Anzeige zu erstatten. "Dort sagte man mir jedoch, dass ich den Köder beim Kreisveterinäramt auf untersuchen lassen müsste, damit eine Anzeige erstattet werden kann. Hätten sie Schrauben oder Nägel gefunden, wäre das kein Problem gewesen."

Beim Kreisveterinäramt sah man jedoch laut Szyska keine Veranlassung, die Probe zu untersuchen. "Es seien derzeit keine anderen Fälle dieser Art im Kreis Herford bekannt, zudem sei es zu teuer und zu aufwendig, den Köder zu untersuchen, da zu viele Giftstoffe in Betracht kommen könnten."

Renate Siekkötter vom Tierschutzverein Herford empfiehlt Hundebesitzern dennoch, bei Funden dieser Art in jedem Fall zur Polizei zu gehen. "Es ist immer wichtig, Anzeige zu erstatten, um eine erhöhte Aufmerksamkeit herzustellen. Dann können auch die Polizei und das Veterinäramt tätig werden. Die Halter können sich auch gerne beim Tierschutzverein melden, damit wir wissen, wie häufig das vorkommt."

Generell rät Siekkötter den Hundehaltern zu erhöhter Wachsamkeit. "Sie sollten die Tiere genau beobachten und im Zweifelsfall lieber einmal zu viel zum Tierarzt gehen, als einmal zu wenig", so die Expertin.

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