Geehrt: Über den freiwilligen Einsatz freuen sich die Schülerinnen und Schüler und auch Offizielle. Es sind (v.l) Melissa Dincdemir, Lehrerin Christina Mohrmann, Melina Masuk, Margitta Geisthardt (Friedhofsamt), Labiba Ahmad, Luca Krämer, Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer, Pia Kogler, Lara Schulte und VDK-Geschäftsführer Norbert Burmann. Die Sammler erhielten eine Urkunde und Freikarten. - © Alexander Jenniches
Geehrt: Über den freiwilligen Einsatz freuen sich die Schülerinnen und Schüler und auch Offizielle. Es sind (v.l) Melissa Dincdemir, Lehrerin Christina Mohrmann, Melina Masuk, Margitta Geisthardt (Friedhofsamt), Labiba Ahmad, Luca Krämer, Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer, Pia Kogler, Lara Schulte und VDK-Geschäftsführer Norbert Burmann. Die Sammler erhielten eine Urkunde und Freikarten. | © Alexander Jenniches

Hiddenhausen Schüler sammeln für gefallene Soldaten

Ehrenamtlicher Einsatz: Schüler der Olof-Palme-Gesamtschule haben jetzt für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge gesammelt. Die Erfahrung könnte eines Tages für sie wertvoll sein

Alexander Jenniches

Hiddenhausen. Für ihren ehrenamtlichen Einsatz wurden jetzt Schülerinnen und Schüler der Olof-Palme-Gesamtschule (OPG) geehrt. Die Neuntklässler sammelten für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK). Dabei kamen 122,93 Euro zusammen. Nach den Worten der betreuenden Lehrerin Christina Mohrmann war das finanzielle Ergebnis ein bisschen überraschend: "Im vergangenen Jahr hatten wir über 1.000 Euro. Das war ein Ausrutscher nach oben und schon ganz schön viel. Diesmal hatten wir einen Ausrutscher nach unten. Im nächsten Jahre pendeln wir uns dann aber hoffentlich wieder auf dem Mittelmaß ein." Norbert Burmann, VDK-Geschäftsführer im Kreis Herford, erläuterte in einer Ansprache vor den versammelten neunten Klassen in der Aula der OPG die Aufgaben des Volksbundes Deutsche Kriegsgräber Fürsorge. Der VDK ist eine humanitäre Organisation, die im Auftrag der Bundesregierung Gräber deutscher Kriegstoter im Ausland erfasst, erhält und pflegt. Die Gelder der Spendensammlung gehen in diese Aufgaben. Burmann machte noch auf einen Aspekt aufmerksam, der nicht die Toten, sondern die Lebenden betrifft, und auch für die Zukunft der Schüler eine Rolle spielen könnte: "Der VDK setzt sich nämlich auch für den Frieden ein und fördert insbesondere Jugendbegegnungen. Dafür gibt es vier Bildungsstätten in den Niederlanden, Belgien, Frankreich und natürlich in Deutschland. Sie richten regelmäßig Camps aus." Die neunten Klassen der Olof-Palme-Gesamtschule bereiten sich auf die VDK-Sammlung im Unterricht vor. In der Stufe wird das Thema Zweiter Weltkrieg auch im Fach Gesellschaftslehre ausführlich behandelt. Dabei geht es dann auch um die Kriegsgräberfürsorge. Die Erfahrungen, die die Schüler bei ihrer Sammlung gemacht haben, sind unterschiedlich. Einige berichteten von sehr freundlichen Reaktionen, andere wurden bei der Spendennachfrage schroff abgewiesen, und eine dritte Gruppe bekam zum Teil sehr fantasievolle Ausreden zu hören. Eine davon war: Mir ist gerade der Hund weggelaufen. Die fleißigen Sammler nahmen es jedoch mit Humor. Norbert Burmann würdigte den Einsatz und sagte, auch Ablehnung sei eine wichtige Erfahrung. Er selbst habe das schon häufig erlebt: "Damit muss man erstmal umgehen lernen."Als Dankeschön für ihren Einsatz bekamen die jugendlichen Sammler eine Urkunde vom VDK, die sich nach Aussage mal bezahlt machen könnte. Burmann: "Diese Urkunde ist vielleicht mal nützlich. Bei einer Bewerbung für ein Praktikum oder einen Arbeitsplatz könnte sie ein Plus sein." Hiddenhausens Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer ist stellvertretender Kreisvorsitzender des VDK. Er legte noch eine kleine Prämie drauf und gab damit seiner Wertschätzung für die jungen Menschen Ausdruck: "Als Ansporn für andere, die diesmal noch zögerlich waren, bekommen die Sammler eine Freikarte für die Veranstaltungsreihe Kultur in der Provinz. Darüber freuen können sich Melissa Dincdemir, Melina Masuk, Labiba Ahmad, Luca Krämer, Pia Kogler, Lara Schulte und Lara Windmann.

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