Grundschule in Sundern: Mitarbeiter der Baufirma Günter Ebeling arbeiten am Mauerwerk. Wegen des verregneten Herbstwetters konnte in den letzten Wochen einige Tage nicht gearbeitet werden. - © Anastasia von Fugler
Grundschule in Sundern: Mitarbeiter der Baufirma Günter Ebeling arbeiten am Mauerwerk. Wegen des verregneten Herbstwetters konnte in den letzten Wochen einige Tage nicht gearbeitet werden. | © Anastasia von Fugler

Hiddenhausen Blick auf die Baustellen der Hiddenhauser Grundschulen

Für die Erweiterung des Offenen Ganztags in der Gemeinde Hiddenhausen arbeiten seit Sommer örtliche Baufirmen an neuen Räumen. In Oetinghausen starten die Baggerarbeiten in zwei Wochen

Hiddenhausen. Ein weiterer Raum für die Kinder, ein Büro im Erdgeschoss für die Verwaltung der OGS und als I-Tüpfelchen ein zusätzlicher Schrebergarten für alle: Die Umbaumaßnahmen im Gemeindehaus an der Unteren Ringstraße in Lippinghausen neigen sich dem Ende zu. Marion Flechtner, Leiterin der Nachmittagsbetreuung, kann es kaum erwarten: „Endlich müssen mich nicht immer alle im Keller aufsuchen, wenn ich in meinem Büro bin." Seit Juni, nachdem die Baugenehmigung eingegangen war, herrscht Chaos in den Räumen der Betreuung. „Es ist schon anstrengend, wenn die Baustelle da ist, wo man arbeitet", so Flechtner weiter, „aber es wird sich lohnen." Für die 81 Kinder wird es zukünftig drei Aufenthaltsräume mit jeweiligem Nebenraum geben. Aktuell stehen die Malerarbeiten an. „Allerdings haben wir hier seit drei Tagen keine Facharbeiter mehr gesehen", sagt die Erzieherin. Startschuss für Sundern Während in Lippinghausen die Arbeiten und zu Ende gehen, steht in Sundern derzeit die größte Schulbaustelle. Mitte Juli, kurz vor den Sommerferien, ging die Baugenehmigung vom Kreis Herford verspätet ein. Zwei Wochen danach begann der Anbau. Und jetzt vor den Herbstferien, hofft Bauplaner David Bahr auf besseres Wetter: „Bei Temperaturen von unter fünf Grad haftet kein Kleber mehr. Da können die Facharbeiter nicht viel machen. Demzufolge würden sich Verzögerungen ergeben." Vor dem derzeitigen Lehrerzimmer soll ein zweistöckiges Nebengebäude angebaut werden. In der ersten Etage entstehen zwei Klassenräume, ein Fachraum und ein Gruppenraum. Die Verwaltungsräume, wie Lehrerzimmer und Büro ziehen ins Obergeschoss. An deren Stelle kommt ein Flur mit zusätzlichen Abstellräumen. Dieser dient unter anderem als Brandschutztrennung zwischen Anbau und Hauptgebäude. Für den Bereich der Offenen Ganztagsbetreuung, der 2008 erbaut wurde, werden dadurch die alten Klassenzimmer frei. Im Endeffekt hat die Ganztagsbetreuung dann Aufenthaltsräume, Küche und Essräumlichkeiten – alles unter einem Dach. An der Schulstraße ist das Bauende in Sicht Der Bauplan für die Erweiterung der Grundschule an der Schulstraße in Eilshausen sieht ähnlich aus, ist aber bereits weiter fortgeschritten und freistehend, und damit kein Anbau. Dadurch, dass die Baugenehmigung früher eingegangen war, konnte auch früher gebaggert werden. Der Rohbau ist fertig, das Dach ist drauf. „Momentan laufen die Klinkerarbeiten und die Fenster werden gefertigt", sagt Bauplaner David Bahr. Er ist zuversichtlich, dass die Fenster bis Mitte November drin sind. Dann können die Innenbaumaßnahmen beginnen. „Mit etwas Glück werden wir diese Baustelle Ende des Jahres abschließen können", so Bahr weiter. Zwei Maßnahmen für Schweicheln-Bermbeck Die Vergrößerung der OGS und der Bau eines Mehrzweckraums standen auf dem Plan. Der Rohbau des Anbaus für zwei weitere Klassenräume ist fertiggestellt. „Ende des Monats sollte alles dicht sein, so dass in den Herbst- und Wintermonaten innen mit dem Trockenbau weiter gemacht werden kann", sagt der Bauplaner zuversichtlich. Für den Versammlungs- und Mehrzweckraum, der auch von der Schule in Lippinghausen genutzt werden soll, liegt die Baugenehmigung vor. Zur Zeit wird eine Firma gesucht. „Räumchen wechsel dich" in Hiddenhausen Die Fassade des Anbaus der Grundschule steht. Die Elektronik, Sanitärmaßnahmen sind fertig, und der Putz ist drauf. Die jetzige Mensa wird zum Gruppenraum umfunktioniert, und in die Küche zieht die OGS-Leitung. „Noch diese Woche sollte der Estrich verlegt werden", sagt Bahr. In Oetinghausen geht es in zwei Wochen los Die Oetinghauser haben lange auf ihre Baugenehmigung gewarnte, jetzt ist sie da. „Doch einen Vorteil hatte die Verzögerung: die Kirchengemeinde, der Träger der Schule, hatte Zeit, das Nachbargrundstück zu erwerben", sagt der Bauplaner. Zunächst war lediglich geplant, den vorhandenen Platz umzubauen und umzustrukturieren. Der Offene Ganztag sollte mehr Platz in den vorhandenen Räumen der Schule bekommen. So kann jetzt aus dem Umbau ein Anbau werden.

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