Das Interesse am Leistungsnachweis ist groß: Bürgermeister, Politiker und Feuerwehrleute sind an die Wettkampfstrecke gekommen. - © Jens Vogelsang
Das Interesse am Leistungsnachweis ist groß: Bürgermeister, Politiker und Feuerwehrleute sind an die Wettkampfstrecke gekommen. | © Jens Vogelsang

Kreis Herford Feuerwehrleute stellen beim Leistungsnachweis ihr Geschick unter Beweis

320 Ehrenamtliche stellten sich am Gerätehaus des Löschzugs Eilshausen insgesamt vier Prüfungen, mit denen Sportlichkeit und Geschwindigkeit getestet wurden

Kreis Herford. Die Löschgruppen Kirchlengern-Südlengern und Rödinghausen haben besonders flinke Feuerwehrleute in ihren Reihen, denen zudem kaum Fehler unterlaufen. Das hat der Leistungsnachweis der Freiwilligen Feuerwehren gezeigt, der in Hiddenhausen-Eilshausen stattfand. 39 Mannschaften aus dem gesamten Wittekindsland waren zu dem Wettbewerb angetreten. "Alle haben das Leistungsziel erreicht", freute sich Kreisbrandmeister Wolfgang Hackländer am Ende. Der Leistungsnachweis um-fasste vier Bereiche und fand im Kreis Herford bereits zum 38. Mal statt. Im feuerwehrtechnischen Teil hatten die Ehrenamtlichen eine Löschübung vorzuführen. Sie konnten wahlweise als Staffel, also mit sechs Aktiven, oder als neunköpfige Gruppe antreten. Das Löschwasser wurde entweder aus einem Hydranten entnommen oder aus einem Brunnen gesaugt. Daneben mussten Knoten und Stiche vorgeführt, Fachfragen beantwortet und ein sportlicher Teil absolviert werden. Etwa 320 Feuerwehrleute stellten sich dem Leistungstest, der am Gerätehaus des Löschzugs Eilshausen und der benachbarten Kreisfeuerwehrzentrale stattfand. "Mit der Teilnehmerzahl können wird zufrieden sein", sagte der stellvertretende Kreisbrandmeister Bernd Kröger, der für den Ausbildungsbereich zuständig ist. Der stellvertretende Landrat Friedel Möhle, einige Bürgermeister und die Landtagsabgeordneten Angela Lück und Christian Dahm überzeugten sich an der Wettkampfstrecke vom guten Ausbildungsstand der Feuerwehrleute. Bezirksbrandmeister Michael Kirchhoff und Michael Schäfer, Kreisbrandmeister aus dem benachbarten Minden-Lübbecke, gehörten ebenfalls zu den Gästen. Zielklappe mit dem Strahlrohr "abgeschossen" Am späten Vormittag machte sich der Löschzug Bünde-Mitte für den Löschangriff bereit. Matthias Brand, Christian Schreiber, Julia Dreier und Bianca Altemeier rollten das Schlauchmaterial über die 70-Meter-Distanz. Sie bauten einen Verteiler ein und setzten das Standrohr, mit dem das Wasserrohr in der Straße angezapft wird. Bereits nach drei Minuten hatten die Feuerwehrleute die zweite Zielklappe mit dem Strahlrohr "abgeschossen" und das Leistungsziel ist erreicht. Vor allem Julia Dreier war erleichtert. Die 21-Jährige nahm zum ersten Mal an dem Wettbewerb teil. Sie war erst Anfang des Jahres in die Feuerwehr eingetreten, ist sich aber sicher: "Nächstes Jahr bin ich wieder mit dabei". Lars Janssen lobte seine Leute, die als Team gut zusammengearbeitet hätten. "Wir haben nur kleinere Fehler gemacht." Der Erfolg wäre dadurch bei einem echten Brandeinsatz nicht gefährdet gewesen, meint er. Die Löschgruppe Löhne-Bahnhof brauchte einen Ersatzmann, um beim Leistungsnachweis mitzuwirken. Mit Nils Krowicki vom Löschzug Eilshausen war dieser schnell gefunden. Das gemeinsame Team Löhne-Hiddenhausen zeigte, wie gut die Feuerwehren im Kreis Herford zusammenarbeiten. Damit der feuerwehrtechnische Teil spannend bleibt, werde es im nächsten Jahr Veränderungen geben, kündigte Bernd Kröger an. Staffellauf in voller Montur Während sich die Ehrenamtlichen im Umgang mit Schlauch und Strahlrohr routiniert zeigten, unterliefen ihnen an der Station Knoten und Stiche einige Fehler. "Das Anlegen des Rettungsknotens, der zur Sicherung von Personen dient, bereitet besonders Probleme", stellte Hauptschiedsrichter Dirk Rabeneck (Löhne) fest. Ein theoretischer Test gehörte ebenfalls zum Programm. In diesem Jahr mussten 30 Fragen zum neuen Brandschutzgesetz (BHKG) sowie zur Ersten-Hilfe, Einsatztaktik und den Grundsätzen bei einem Einsatz mit atomaren, biologischen und chemischen Gefahren beantwortet werden. Außerdem absolvierten die Wehrleute in voller Schutzkleidung einen Staffellauf, der auf dem Sportplatz Eilshausen über 450 Meter führte. Nach bestandener Leistungsprüfung bekamen einige Wehrleute Ehrenurkunden überreicht. Stefan Meyer vom Löschzug Enger-Dreyen wird für die 25. Teilnahme besonders geehrt. Er erhält das "Leistungsabzeichen der Sonderstufe in Gold mit Jahreszahl".

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