Engagiert: Vorsitzender Andreas Hüffmann (vorne v. l.) mit Gisela Hering-Bejaoui (Schriftführerin), Regina Wachowiak (Finanzen) und Christa Gante (stellvertretende Vorsitzende) sowie dem Ex-Vorsitzenden Christian Meinhold. Marianne Gast (hinten v. l.), Daniela Schnatmeyer, Susanne Dickhausen, Erwin Steffen, Helene Lautenschläger (Beisitzerin) und Adam Meinhold (Beisitzer) unterstützen den Verein. - © Yvonne Gottschlich
Engagiert: Vorsitzender Andreas Hüffmann (vorne v. l.) mit Gisela Hering-Bejaoui (Schriftführerin), Regina Wachowiak (Finanzen) und Christa Gante (stellvertretende Vorsitzende) sowie dem Ex-Vorsitzenden Christian Meinhold. Marianne Gast (hinten v. l.), Daniela Schnatmeyer, Susanne Dickhausen, Erwin Steffen, Helene Lautenschläger (Beisitzerin) und Adam Meinhold (Beisitzer) unterstützen den Verein. | © Yvonne Gottschlich

Hiddenhausen Christian Meinhold gibt Vorsitz im Förderverein der Museumsschule ab

Zu seinem Nachfolger haben die Mitglieder Andreas Hüffmann gewählt

Yvonne Gottschlich

Hiddenhausen. Nach 17 Jahren an der Spitze des Fördervereins der Museumsschule, zieht sich Christian Meinhold als Vorsitzender zurück. Andreas Hüffmann wird Meinholds Posten im Vorstand übernehmen. Die Mitglieder waren während der Jahreshauptversammlung des Fördervereins im Kotten der Museumsschule guter Laune. Das sah vor rund einem Jahr ganz anders aus. „Damals hatte ich mitgeteilt, dass ich meinen Posten räumen möchte", sagt Christian Meinhold. Der 71-Jährige gab bekannt, kürzer treten zu wollen. „Das war aber nicht so einfach. Es gab viele Überlegungen, aber wir wollten hier kein Flatterband ziehen und alles dicht machen", sagt er. In Ratsherr Andreas Hüffmann fand sich ein engagierter Nachfolger, der vor einem Jahr zum Förderverein gestoßen war. „Er hat großes Interesse gezeigt", sagt Meinhold. Vor 17 Jahren gehörte Meinhold selbst zu den Gründern des Fördervereins. Nachdem der Beschluss des Vereins stand, das alte Schweichelner Schulhaus zur Museumsschule umzufunktionieren und, dass der Verein sich kümmert, wurde Meinhold zur treibenden Kraft. Er engagierte sich sehr und suchte überall nach alten Schulsachen. „Ich selbst habe eine Menge Sachen geschenkt bekommen, mit denen ich zu Hause nichts anfangen konnte, die aber sehr gut hier her passten", sagt der 71-Jährige. Sogar ein Bett, das der Größe des Kindes angepasst werden kann, stellte Meinhold zur Verfügung. „Vieles, was sich jetzt hier wiederfindet, habe ich in den 1970er Jahren von meiner Mutter bekommen", erzählt er. Zudem gab es reichlich Sachspenden für die beiden Schulräume und die Lehrerwohnung. Gerne erinnert sich Meinhold an die Eröffnung des Museums: „Damals hatte mir die zuständige Denkmalpflegerin gesagt, das Haus könne restauriert werden, aber wir hätten ja gar keine historische Innen-Einrichtung dafür. Bei der Eröffnung kam sie aus dem Staunen nicht mehr heraus, als sie sah, dass wir fast alles hatten", erklärt er. Fortan sammelte er weiter Gegenstände, bekam Hinweise und Tipps, wo noch alte Schränke, Schemel oder Schulmaterial zu finden seien. „Wir begrüßen heute rund 3.000 Besucher im Jahr", sagt er stolz und freut sich, dass die Gemeinde den Zuschuss auf 4.500 Euro verdreifacht hat. Ein Höhepunkt in Meinholds Karriere war ein Jugend-Workcamp auf dem Gelände der Museumsschule vor etwa zehn Jahren. „Damals gab es deutschlandweit 50 Projekte mit einem internationalen Austausch. Bei der Wertung am Ende lagen wir auf Platz eins", sagt er 71-Jährige. „Das war wirklich unvergesslich."

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