Hiddenhausen Junior-Wahl an der Olof-Palme-Gesamtschule

Alle Zehntklässler machen bei fiktiver Landtagswahl mit

Axel Strötker

Hiddenhausen. Nelli Friesen und Juri Braining überprüften die Ausweise und Wahlbenachrichtigungen. Jill Hanks und Jenny Schröder klärten über die Erst-Stimme (7 Kandidaten) und über die Zweit-Stimme (31 Parteien) auf. Henrike Bolle und Linda Kloppe händigten die Wahlscheine aus. 145 Zehntklässler der Olof-Palme-Gesamtschule beteiligten sich an der fiktiven Junior-NRW-Landtagswahl. „Alle Schüler haben mitgemacht. Viele fanden es cool und sind stolz", freute sich Lehrerin Jessica Heise über die rege Beteiligung. Die Ergebnisse wurden von 18 Wahlhelfern ausgezählt, werden aber erst am Sonntagabend veröffentlicht. Im Fach Gesellschaftslehre standen der Internet-Auftritt der Parteien und ein Kandidaten-Check auf dem Stundenplan. Ein eigenes Bild machten sich die Schüler bei einer Podiumsdiskussion mit den Direktkandidaten der SPD, CDU, Grünen, FDP und Piraten. „Die AfD hatten wir nicht eingeladen, sondern nur die etablierten Parteien", erklärte Lehrerin Heise. „Die Linke wusste Bescheid, ist aber leider nicht gekommen. Das hat uns ein bisschen irritiert." Besonders gefragt waren die Themen Arbeit, Bildung, Flüchtlinge, Gerechtigkeit, Umwelt, Verkehr und Wirtschaft. Nach der zweistündigen Diskussion mischten sich Christian Dahm (SPD), Klaus Oehler (CDU) und Stephen Paul (FDP) unter die Schüler. „Das Wahlrecht ab 16 ist mir wichtig. Ich möchte nicht die AfD, sondern jemanden, der sich um das Land kümmert und sich für die Menschen einsetzt", sagt OPG-Wahlvorstand Florian Herda. „Nach der Podiumsdiskussion habe ich mir direkt ein Anmeldeformular von der CDU geholt." Lukas Ellersiek argumentiert anders: „Ich will das Gegenteil von der AfD, deshalb wähle ich eher weiter links." Für Lena Eggersmann spielen „Umwelt und erneuerbare Energien eine große Rolle." Atomenergie sei gefährlich. Für Marvin Ceftci ist die Schulpolitik entscheidend: „Meine Schwester macht G 9 und ich bin auch dafür. Bei so einer Juniorwahl bekommt man schon mal ein Gefühl dafür, wie echte Wahlen später ablaufen."

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