Am frühen Donnerstagabend ist ein Segelflugzeug auf dem Acker nahe des Wasserwerks gelandet. - © Yvonne Gottschlich
Am frühen Donnerstagabend ist ein Segelflugzeug auf dem Acker nahe des Wasserwerks gelandet. | © Yvonne Gottschlich

Hiddenhausen Warum ein Segelflugzeug auf dem Acker gelandet ist

Fluglehrer erzwingt Landung auf dem Acker am Wasserwerk

Yvonne Gottschlich

Hiddenhausen. "Das war eine sehr gute Landung", lobte Fluglehrer Tobias Eike seinen Flugschüler Klaus Brettner. Auf dem Acker am Wasserwerk in Oetinghausen stand am Donnerstagabend ein Segelflugzeug. Doch es war keine Notlandung, sondern eine geplante. Brettner lenkte den Schuldoppelsitzer AKS21 an den Rand des Ackers. Wenig später kam ihr Kollege vom Flugplatz Oerlinghausen und sammelte die beiden zusammen mit dem Flugzeug ein. "Zur Flugausbildung gehört es dazu, dass man einen Überlandflug macht und auch eine Außenladung muss geübt werden", erklärte Brettner. "Wir sind in Oerlinghausen gestartet, waren auf über 1.500 Meter Höhe und sind bis Osnabrück geflogen", sagte Eike. Auf dem Rückweg nahm die Thermik ab. "Wir wären bestimmt noch ein bisschen weiter gekommen, aber bis nach Oerlinghausen zurück hätten wir es nicht geschafft. Wir haben diese Landung hier erzwungen", sagte der Fluglehrer. Der war mit der Landung und dem Unterricht sehr zufrieden. "Wir haben uns den Acker angeschaut und sind dann gelandet", erklärte Flugschüler Brettner. Einige Schaulustige bemerkten das Flugzeug und kamen näher. Die packten dann auch gleich mit an, als das Segelflugzeug auf dem Anhänger verstaut wurde. "Man darf schon mit 14 Jahren einen Flugschein für ein Segelflugzeug machen", lud Eike zum Ausprobieren am  Oerlinghauser Flugplatz ein. "Vielleicht landen wir dann noch einmal hier", sagte er mit einem Lachen und bedankte sich.

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