Neue Schulküche für die Wittekindschule - © Felix Eisele
Neue Schulküche für die Wittekindschule | © Felix Eisele

Hiddenhausen Frischer Wind in neuer Küche

Spende: Kochen und Backen ist an der Wittekindschule in Eilshausen kein Problem mehr. Möglich macht das ein Geschenk der Firma Rotpunkt Küchen

Felix Eisele

Eilshausen. Draußen bei den Holzhäusern, dort wo die Kinder der Wittekindschule einen Teil ihres Unterrichts verbringen, duftet es in diesen Tagen verführerisch nach Plätzchen. Schon seit dem 1. Advent stürzen sich die Förderschüler hier auf die hohe Kunst des Backens. Eine neue Schulküche aus dem Hause Rotpunkt macht es möglich. Und die kam pünktlich zur Weihnachtszeit als Geschenk von der Bünder Firma. Bislang, so sagt Schulleiterin Regina Führer, war beim Kochen und Backen an der Wittekindschule stets Improvisation gefragt. „Wir hatten einen Herd im Gemeindehaus stehen, ansonsten mussten wir auf die Nachbarschule ausweichen.“ Viel Zeit und Nerven habe das gekostet.Wittekindschule nimmt an Schulobstprojekt teil Und das obwohl das Thema gesunde Ernährung an der Förderschule einen hohen Stellenwert einnimmt: „Wir nehmen am Schulobstprogramm teil und achten auf eine vitaminreiche Versorgung der Schüler“, sagt Führer. Mit der neuen Schulküche gehört das nun der Vergangenheit an. Unabhängiger und flexibler gestaltet sich nun das Koch- und Backangebot der Schule. Ein Segen, findet auch die stellvertretende Schulleiterin Angela Niederbröker. Mit 175 Schülern in 13 Klassen habe man schließlich einen hohen Bedarf. „Aber vor allem freut uns, dass die Küche rechtzeitig zur Adventszeit fertig wurde.“ Selbstverständlich war das freilich nicht. Erst Ende Oktober hatte Berit-Astrid Stranghöner, Vorsitzende des schuleigenen Fördervereins, die Initiative ergriffen und sich auf die Suche nach einer Schulküche gemacht. Weil die Finanzen des Kreises Herford für eine Anschaffung nicht ausreichten, wandte sich Stranghöner schließlich an die Firma Rotpunkt Küchen aus Bünde – und stieß bei Geschäftsführer Heinz-Jürgen Meyer auf offene Ohren.Dank Schule, Förderverein und Firma gibt es nun die neue Küche „Wir haben das Anliegen gerne unterstützt und waren vom Engagement des Fördervereins beeindruckt“, sagt Meyer. Ein Extra-Lob hat er für die Vorsitzende übrig: „Solche Leute braucht man, um etwas zu erreichen. Und genau das haben wir jetzt zusammen getan.“ Gemeint ist die Kooperation zwischen Schule, Förderverein und Firma, die letztlich zur neuen Küche führte. Insbesondere Annette Liedtke aus dem Bereich Planung und Verkauf bei Rotpunkt nahm dabei eine koordinierende Position ein, erörterte Bedarf und passte die Arbeitshöhe an Schülergrößen an. Im Ergebnis entstand eine kindgerechte Küche in bunten Farben, ausgestattet mit Herd, Backofen, Kühlschrank, Spülmaschine und Schränken. Sehr zur Freude der Schülerschaft: „Die sieht aus wie bei reichen Menschen“, urteilt etwa der achtjährige Jamie. Zufriedene Gesichter also auf allen Seiten. Nur den Preis für die neue Küche möchten die Beteiligten nicht verraten. „Bei all der Liebe und Initiative die da drin steckt, ist sie letztlich ja fast unbezahlbar“, sagt Heinz-Jürgen Meyer.

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