Anfang: Beim ersten Spatenstich von Haus Stephanus war Pfarrer Ulrich Rottschäfer (Mitte) auch mit dabei. Das Bild datiert vom 27. November 1993. Ebenfalls zu sehen (von links) Pastor Günter Niemeyer, Bauunternehmer Friedrich-Wilhelm Dieckenbrok, Hartmut Dietrich und Ulrich Heinze. - © Repro: Alexander Jenniches
Anfang: Beim ersten Spatenstich von Haus Stephanus war Pfarrer Ulrich Rottschäfer (Mitte) auch mit dabei. Das Bild datiert vom 27. November 1993. Ebenfalls zu sehen (von links) Pastor Günter Niemeyer, Bauunternehmer Friedrich-Wilhelm Dieckenbrok, Hartmut Dietrich und Ulrich Heinze. | © Repro: Alexander Jenniches

Lippinghausen Pfarrer Ulrich Rottschäfer geht in den Vorruhestand

Haus Stephanus: Jetzt ist er als Kuratoriumsmitglied des Alten- und Pflegeheims verabschiedet worden

Alexander Jenniches

Lippinghausen. Pfarrer Ulrich Rottschäfer war das dienstälteste Mitglied des Kuratoriums des Hauses Stephanus. Jetzt ist er aus dem Gremium verabschiedet worden, denn er geht am 1. August in den Vorruhestand und verlässt die Stephanus Gemeinde. Wie Haus Stephanus-Leiterin Manuela Schock auf der letzten gemeinsamen Kuratoriumssitzung sagte, hat Pfarrer Rottschäfer erheblichen Anteil daran, dass es das Alten- und Pflegeheim an der heutigen Stelle überhaupt gibt: "Er hat sich von Anfang an für unser Haus eingesetzt und dafür, dass dem Träger Johanneswerk das hiesige Grundstück von der Kirchengemeinde zur Verfügung gestellt wird." Ein Schwarzweiß-Foto, das neben dem Aufzug in Haus Stephanus hängt, zeigt Ulrich Rottschäfer beim ersten Spatenstich zum Bau der Einrichtung. Er war von der ersten Stunde an mit dabei. Im Kuratorium am Ende immer auf einen Nenner gekommen Gut in Erinnerung wird ihm nach eigenen Worten die vertraute Zusammenarbeit der Kuratoriumsmitglieder bleiben: "Natürlich hatten wir einige harte Diskussion, besonders wenn es um Finanzen ging. Allerdings kann ich mich nicht an eine einzige laute Auseinandersetzung erinnern. Selbst wenn wir als Repräsentanten unterschiedlicher Organisationen im Kuratorium von Zeit zu Zeit andere Ansichten vertreten haben, sind wir am Ende doch immer auf einen Nenner gekommen." Manuela Schock erinnert sich auch an schwierige Phasen, in denen alle Mitglieder des Gremiums fest zusammen gestanden haben: "Wir sind ein offenes Haus. Unsere Bewohner sind frei, auch Spaziergänge draußen zu machen. Einmal ist ein Bewohner davon nicht zurückgekehrt und tot aufgefunden worden. Da gingen Vorwürfen durchs Dorf." »Hier im Haus werden christliche Werte gelebt« Gerade in solchen Zeiten habe sich der Zusammenhalt gezeigt. Pfarrer Rottschäfer: "Hier im Haus werden christliche Werte gelebt. Die Freiheit der Bewohner, selbst zu entscheiden, was sie tun - solange sie dazu in der Lage sind -, steht im Vordergrund. Werte und Haltungsfragen sind wichtige Punkte, die im Kuratorium diskutiert werden." Neben dem Ausscheiden von Pfarrer Ulrich Rottschäfer begrüßten die Kuratoriumsmitglieder Andreas Frenzel aus der Gemeindeverwaltung als neues Mitglied. Er ist Kämmerer, allgemeiner Bürgermeistervetreter und wird Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer im Verhinderungsfall als Repräsentant der Kommune in den Sitzungen vertreten.

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