Stephen Paul hat sich beim Minister Laumann für den Erhalt des Projektes stark gemacht. - © Frank-Michael Kiel-Steinkamp
Stephen Paul hat sich beim Minister Laumann für den Erhalt des Projektes stark gemacht. | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Düsseldorf/Schweicheln Produktionsschule vor dem Aus: Brief an Minister Laumann

Der Landtagsabgeordnete Stephen Paul setzt sich für die Schweichelner Produktionsschule ein. In einem Brief hat er sich an NRW-Arbeitsminister Laumann gewendet

Alexander Jenniches

Düsseldorf/Schweicheln-Bermbeck. Der Landtagsabgeordnete Stephen Paul (FDP) möchte, dass die Produktionsschule der Jugendhilfe Schweicheln bestehen bleibt. Dafür hat er Minister Franz-Josef Laumann einen Brief geschrieben, der der NW vorliegt. In der Produktionsschule bereiten sich junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren auf ihr Arbeitsleben vor. Sie haben aus verschiedenen Gründen weder Job noch Ausbildung gefunden. Manche haben eine schwierige Biografie, andere sind schlicht zu schüchtern fürs Arbeitsleben oder in ersten Anläufen gescheitert. Die Jugendhilfe Schweicheln schiebt sie an mit pädagogischer Unterstützung und praktischer Anleitung, so dass sie Schwierigkeiten überwinden. Dafür schließen sich die jungen Erwachsenen in Projekten zusammen, planen und führen sie aus und verkaufen sie womöglich auf dem freien Markt. Arbeitsminister Franz-Josef Laumann will die Produktionsschule jedoch schließen, weil er ihre Ergebnisse nicht für effizient hält. Minister will das Werkstattjahr wieder einführen Nach dem Willen des Ministers soll vielmehr wieder das sogenannte Werkstattjahr eingeführt werden, dessen Zielgruppe allerdings Jugendliche und keineswegs junge Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren sind. Stephen Paul geht in seinem Brief auf die Pläne des Ministers ein und schreibt: „Für den Bereich Herford kann ich sagen, dass mich der niedrigschwellige produktionsorientierte Ansatz der Produktionsschule gerade für die Zielgruppe der jungen Erwachsenen, die bisher noch keinen Anschluss an den Arbeitsmarkt gefunden haben, durchaus überzeugt hat." Er habe den Eindruck, dass die Mischung aus regelmäßigen Arbeitsstrukturen und pädagogischer Betreuung im Zusammenspiel mit praktischer Arbeitserfahrung bei den jungen Erwachsenen erfolgreich sei. Welche Perspektiven? In Hinblick auf die Pläne von Arbeitsminister Franz-Josef Laumann möchte Paul wissen: „Mich würde daher insbesondere interessieren, welche Perspektiven wir in Herford zukünftig gerade der Zielgruppe der 19- bis 25-jährigen ohne Ausbildungsreife anbieten können? Gerade im Kreis Herford haben wir mit 430 jungen Menschen zwischen 18 und 25 Jahren, die zu den Langzeitarbeitslosen zählen, hier eine besondere Verantwortung." Paul glaubt, dass eine eingehende Prüfung der Ergebnisse der Produktionsschule für den Bereich Herford sehr positiv ausfallen würde. Er möchte den jungen Erwachsenen helfen und findet „daher auch ein spezifisches Angebot gerade für diese Zielgruppe besonders wichtig."

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