Nicht mehr zeitgemäß: Die derzeitige Feuerwache an der Herforder Straße entspricht nicht mehr aktuellen Standards. Das Gebäude ist zu klein, so dass sogar stets ein Fahrzeug vor der Tür parken muss. Auch bei der An- und Abfahrt kann es zu Behinderungen kommen. - © Alexander Jenniches
Nicht mehr zeitgemäß: Die derzeitige Feuerwache an der Herforder Straße entspricht nicht mehr aktuellen Standards. Das Gebäude ist zu klein, so dass sogar stets ein Fahrzeug vor der Tür parken muss. Auch bei der An- und Abfahrt kann es zu Behinderungen kommen. | © Alexander Jenniches

Schweicheln Freiwillige Feuerwehr in Schweicheln bekommt eine neue Wache

Die alten Räume sind mittlerweile zu klein und in die Jahre gekommen

Alexander Jenniches

Schweicheln-Bermbeck. Der Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr in Schweicheln-Bermbeck bekommt eine neue Feuerwache. Wie Dezernent Andreas Homburg von der Gemeindeverwaltung gegenüber der NW sagte, werden sich die Mitglieder des Bauentwicklungsausschusses schon in einer der nächsten Sitzungen - möglicherweise bereits im März - mit dem Projekt Feuerwache Schweicheln beschäftigen. Der Bau des neuen Gebäudes ist notwendig geworden, weil die derzeitige Löschzugwache an der Herforder Straße in die Jahre gekommen ist. Auch wenn stete Einsatzbereitschaft garantiert ist, entspricht die Feuerwache in vielerlei Hinsicht nicht mehr aktuellen Standards. Mario Daume, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr in Hiddenhausen, sagte der NW: "Das derzeitige Haus stammt ja noch aus einer anderen Zeit. Es ist heute einfach zu klein, und viele DIN-Normen, die in den vergangenen Jahren für Feuerwachen gekommen sind, werden im derzeitigen Gebäude nicht erfüllt." Einige der Unzulänglichkeiten lassen sich auf den ersten Blick von außen erkennen, andere liegen für Passanten eher im Verborgenen. Offensichtlich ist, dass Tag und Nacht ein Einsatzfahrzeug vor der Tür steht und nicht im Gerätehaus. Denn drinnen ist schlicht kein Platz mehr. Daume: "Fahrzeuge die draußen stehen, sind Wind und Wetter ausgesetzt. Wenn sie in der Wache untergebracht sind, verwittern sie natürlich nicht so schnell und sind einfach länger einsatzbereit." In der Wache selbst gibt es vielerlei kleine Dinge, die sich laut aktuellen Vorschriften ändern müssen. Innen und Außen bringt die neue Wache Verbesserungen So gibt es in jeder Feuerwache einen sogenannten Schwarz-weiß-Bereich für private und für dienstliche Kleidung. Beide sollten getrennt aufbewahrt werden, was auch auf der Hand liegt. Mario Daume: "Wenn unsere Leute von einem Brand kommen und einen Innenangriff gemacht haben, ist die Schutzkleidung natürlich verschmutzt und sollte deswegen auch nicht mit der privaten Kleidung in Kontakt kommen. In der neuen Wache wird es dafür also zwei getrennte Bereiche und auch Spinde geben." Zudem fehlen im derzeitigen Gebäude getrennte Duschen für Frauen und Männer. Auch bei der An- und Abfahrt zu Einsätzen wird es zuweilen eng. Daume: "Wir sind ja eine Freiwillige Feuerwehr. Und im Alarmierungsfall sind nicht alle Leute sofort da. Sie trudeln nach und nach ein. Im Moment kann es dabei zu Behinderungen kommen, wenn einige Kameraden auf den Fahrzeugen bereits abrücken, und andere erst ankommen. Mit der neuen Wachen wird es freie Wege für die An- und Abfahrt geben." Technisch ist die Schweichelner Wehr gut ausgerüstet. Und wie Mario Daume sagt, können sich die Feuerwehrleute in dieser Hinsicht nicht beschweren. Der Gemeinderat steht nach seinen Worten voll hinter der Wehr. Das neue Gebäude ist logistisch gut gelegen, am Ende der Bahnhofstraße, Ecke Schweichelner Straße. Von dort können die Feuerwehrleute sämtliche Einsatzorte in Schweicheln, Sundern und Teilen von Lippinghausen und Oetinghausen in den per Gesetz geforderten maximal acht Minuten erreichen. Gebaut wird auf dem Grundstück der ehemaligen Baumschule Holtmann. Die Gemeinde hat es kürzlich erworben und ist auch schon als Besitzer registriert. Es ist mit 10.000 Quadratmetern deutlich größer als die ursprünglich geplanten 2.000 Quadratmeter. Die geschätzten Kosten für die neue Wache liegen bei rund 1,5 Millionen Euro, zuzüglich der Kosten für das Grundstück. Wann Baubeginn ist, steht noch nicht fest. Der Gemeinderat hatte bereits Ende 2016 den Neubau einstimmig beschlossen. Erste Planungen sind jetzt für den Sommer angepeilt.

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