Glücksbringe für 2018: Themen die die Gemeinde 2017 bewegt haben. - © picture alliance / HANS PUNZ / APA / picturedesk.com
Glücksbringe für 2018: Themen die die Gemeinde 2017 bewegt haben. | © picture alliance / HANS PUNZ / APA / picturedesk.com

Hiddenhausen Themen, die die Gemeinde Hiddenhausen in 2017 bewegten

Eklat bei den Schützen, Straßenstau treibt den Puls in die Höhe, und Zerstörungswütige belasten die Gemeindekasse. Am Ende aber wird alles sicher. Denn das Gesetz hat jetzt vier Augen

Alexander Jenniches

Hiddenhausen. Es war ein etwas aufregendes Jahr in der Gemeinde Hiddenhausen. Hitzige Vereinsmeierei zu Beginn, und Aufreger gegen Ende. Ein Thema beschäftigte die Bürger jedoch permanent und hat wohl auch so manchen Nerv gekostet. SCHÜTZENKÖNIG TRITT ÜBERRASCHEND ZURÜCK Als die Mitglieder der Schützengesellschaft Hiddenhausen an einem Samstag Ende Januar zur Jahresversammlung zusammenkamen, ahnten sie noch nicht, was ihnen blüht. Schützenkönig Markus Schuster hatte der NW im Vorhinein ein Interview gegeben und sich darüber beklagt, dass er als Regent im Verein nicht viel bewegen könne. Das Interview ging an diesem Samstag um 18 Uhr online, und die Schützen erfuhren davon in einer Versammlungspause. Da war die Aufregung groß. Die Presse wurde gebeten, die Versammlung zu verlassen, mächtig Gemurmel auf allen Plätzen. Der Throninhaber gab seine Königskette zurück und trat aus dem Verein aus. So einen Vorgang hatte es bei den Schützen in der Gemeinde noch nie gegeben. Das gesamte Jahr über mag so manchem Hiddenhauser das eine oder andere graue Haar gewachsen sein - und zwar aus Wut über die scheinbar nie enden wollenden Straßensperrungen- und Umleitungen. STRASSENSANIERUNGEN NERVEN AUTOFAHRER Hiddenhausen schien von Monat zu Monat immer mehr von Absperrungen umstellt: Die Löhner Straße gesperrt, Arbeiten an der Bünder Straße, die Maschstraße halbseitig gesperrt, dadurch die Bünder Straße völlig überlastet und voll mit Stau. Auf der anderen Seite der Gemeinde die Birkenstraße ebenfalls nur auf einer Spur befahrbar. Jedoch: All diese Arbeiten waren notwendig, weil die Infrastruktur in die Jahre gekommen war und Fördermittel für öffentliche Bauprojekte rechtzeitig abgerufen und eingesetzt werden müssen. Sonst verfallen sie. KRIMINELLE ZERSTÖREN BUSWARTEHÄUSCHEN Zudem nimmt der landeseigene Straßenbetrieb Straßen.NRW keine Rücksicht auf lokale Arbeiten und baut seine Tagesbaustellen ohne Ankündigung auf, wo er will. Am Ende des Jahres wurde dann noch alles gut. Die Hiddenhauser haben erstmal wieder freie Fahrt. Vom Sommer bis in den Winter zog sich eine Serie von Gewaltlust, die in der Gemeinde einmalig ist: Zerstörungswütige Menschen machen sich offensichtlich einen Spaß daraus, Buswartehäuschen zu zertrümmern. Auch in der letzten Dezemberwoche schlugen sie wieder zu (siehe Bericht unten), nachdem ab Herbst zunächst Ruhe gewesen war. Der Vandalismus geht für die Gemeinde langsam ins Geld. Der Schaden beläuft sich derzeit auf eine Summe von 5.000 bis 6.000 Euro. Für große Aufregung sorgte Anfang Oktober ein Starkregen, der die Bünder Straße unter Wasser setzte und den Garten einer Familie fortspülte. Was war geschehen? ÜBERSCHWEMMUNG ERREGT DIE GEMÜTER Die Wassermassen waren von Äckern auf die Straße geflossen, weil die Straßengräben die großen Regenmengen nicht schlucken konnten. Schuld war wohl eine unglückliche Kombination dreier Umstände: Die Äcker nahmen das Wasser nicht mehr auf, die Gräben waren durch Schnittgut verstopf und hätten die Wassermassen möglicherweise ohnehin nicht fassen können, weil sie für ein so hohes, schlagartiges Regenaufkommen, wie es sich erst seit wenigen Jahren in der Region zeigt, einfach nicht ausgelegt sind. SICHER IST SICHER MIT NEUEN SHERIFFS So bleibt am Ende des Jahres eine Bilanz, die den einen oder anderen geärgert haben mag. Zumindest kann niemand sagen, in Hiddenhausen sei nichts los. Auch in diesem Jahr haben viele Bürger ihren kleinen Aufreger bekommen. Und auch die Bushauszerstörer werden sicher bald ins Kittchen wandern. Denn Hiddenhausen hat zwei neue Gemeindesheriffs, die sich dank ihrer in der Freizeit erworbenen Qualifikationen zur Not mit Käfer-Cabriolet und Kampfflugzeugen auf die Verbrecherjagd machen. "Sicher ist sicher" würde Efti, der Stammgrieche des Autors, sagen. Darauf ein kurzes Kaltgetränk und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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