Eingespielt: Es war das erste Weihnachtskonzert unter der Leitung von Hermann Bergmeier (l). Friedel Stockhecke (r.) hatte den Stab im Sommer an Bergmeier übergeben. Als Zarewitsch zeigte Stockhecke viel Hingabe und große Emotionen auf der Bühne der OPG. - © Foto: Philipp Tenta||
Eingespielt: Es war das erste Weihnachtskonzert unter der Leitung von Hermann Bergmeier (l). Friedel Stockhecke (r.) hatte den Stab im Sommer an Bergmeier übergeben. Als Zarewitsch zeigte Stockhecke viel Hingabe und große Emotionen auf der Bühne der OPG. | © Foto: Philipp Tenta||

Hiddenhausen Ein buntes Programm auf hoher See

Stimmungsvoll: Der Shantychor "Die Binnenschiffer" nahm sein Publikum beim Weihnachtskonzert mit auf eine musikalische Reise um die Welt. Es gab Vertrautes und Neuinterpretiertes zu hören

Philipp Tenta

Hiddenhausen. Der Shantychor "Die Binnenschiffer" aus Eilshausen füllte bei seinem ersten Weihnachtskonzert in diesem Jahr die Aula der Olof-Palme-Gesamtschule. Mit einem schwungvollen Medley aus vertrauten Liedern eröffneten die Sänger gemeinsam mit der Sailor-Band ihr Programm. Später wurde es noch emotional. Das gut gelaunte Miteinander der Sängervereinigung wirkte sofort ansteckend auf die Zuhörer. Das Publikum erlebte eine freundschaftliche Gemeinschaft, die einen geschickten Mix aus vertrauten Weihnachtsmelodien und interessanten Neuentdeckungen vorbereitet hatte. Dass hinter dem lockeren, scheinbar unbekümmerten Singen eine Menge harte Arbeit steckt, konnten die "Binnenschiffer" mit ihrer langen Konzerterfahrung routiniert verbergen. Obwohl Chorleiter Hermann Bergmeier als Akkordeonspieler alle Hände beschäftigt hatte, klebten die Sänger förmlich an ihm. Nuancen und feine Schattierungen auf dem Schifferklavier übernahmen sie direkt, Einsätze und Schlussakkorde saßen perfekt. Mit dem "Wolgalied" große Emotionen gezeigt Die "Binnenschiffer" zeigten ein breitgefächertes Repertoire. Es geht weit über den Horizont von Süßwassermatrosen hinaus. Mit dem Don-Kosaken-Chor verbindet sie eine langjährige Freundschaft, was auch ihr Weihnachtsprogramm bereichert hat. Ein Sprung über den großen Teich führte zu humorvollen Übersetzungen amerikanischer Klassiker wie "Rupert, the red-nosed reindeer" oder der zauberhaften Interpretation von Irwing Berlins "White Christmas". Friedel Stockhecke zeigte mit dem "Wolgalied" aus Lehars Zarewitsch große Emotionen. Mit "Feliz Navidad" zeigte sich der Chor auch in südamerikanischen Rhythmen sattelfest. Die Sailor-Band lief hier zu Höchstform auf. Die fünf Musiker um Hermann Bergmeier zeigten sich temperamentvoll und beschwingt, ohne sich dabei in den Vordergrund spielen zu wollen. Musiker unterstützen Schulprojekt in Uganda In einer humorvollen Doppelmoderation führten Rolf Siekmann und Friedel Stockhecke durch das Programm. Während Stockhecke den informativen Teil der Ansagen übernahm, qualifizierte sich Siekmann als sympathisches Fips-Asmussen-Double. Den "Binnenschiffern" gelang es, ihr Weihnachtskonzert in ein Adventsfest zu verwandeln. Ein herzhaftes Buffet und leckerer Glühwein trugen genauso zum Gelingen des Abends bei wie ein stimmungsvoller kleiner Adventmarkt, mit dessen Erlös Schulprojekte in Uganda unterstützt werden. Das Weihnachtskonzert der "Binnenschiffer" wird am 16. Dezember um 16 Uhr in der evangelischen Kirche Eilshausen noch einmal zu hören sein.

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