Hiddenhausen Breites Band für 05221

Telekom beginnt mit dem Ausbau des Internets in Schweicheln

VON THOMAS DOHNA
An der Ecke Womke/Herforder Straße in Schweicheln hat die Telekom begonnen, Kabelverzweiger, wie einer am Kran hängt, aufzurüsten. Mit dabei waren Andreas Homburg (Wirtschaftsförderer der Gemeinde), Karsten Lengner (Baubegleiter der Telekom), Mario Gläsker (Ingenieur der Baufirma Berkenkamp und Wüllner), Kranführer Johann Gieswein, Josef Breuers (technischer Breitbandbeauftragter Telekom), Karl-Heinz Rempe (Vertrieb Telekom), Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer und Paul Scheling (Vorarbeiter Berkenkamp und Wüllner). - © FOTO: THOMAS DOHNA
An der Ecke Womke/Herforder Straße in Schweicheln hat die Telekom begonnen, Kabelverzweiger, wie einer am Kran hängt, aufzurüsten. Mit dabei waren Andreas Homburg (Wirtschaftsförderer der Gemeinde), Karsten Lengner (Baubegleiter der Telekom), Mario Gläsker (Ingenieur der Baufirma Berkenkamp und Wüllner), Kranführer Johann Gieswein, Josef Breuers (technischer Breitbandbeauftragter Telekom), Karl-Heinz Rempe (Vertrieb Telekom), Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer und Paul Scheling (Vorarbeiter Berkenkamp und Wüllner). | © FOTO: THOMAS DOHNA

Schweicheln-Bermbeck. In den kommenden Wochen wird die Telekom graue Kästen durch größere Kästen ersetzen. Das sind die äußeren Zeichen für den beginnenden Breitbandausbau für Internetverbindungen in Hiddenhausen. Anfang 2015 sollen alle Haushalte im Vorwahlbereich 05221 mit bis zu 100 Mbit pro Sekunde versorgt sein.

In weiten Bereichen Hiddenhausens lahmt das Internet. Um dem zu begegnen, ließ der Kreis Herford die Situation untersuchen und Gutachten anfertigen sowie Ausschreibungen vorbereiten. Kurz vor Toresschluss entschloss sich die Telekom, nicht auf die Ergebnisse der Ausschreibung zu warten, sondern den Ausbau in Eigenregie vorzunehmen.

In Hiddenhausen beginnt der Ausbau an einem Kabelverzweiger in an der Straße Womke in Schweicheln. Der alte graue Kasten weicht einem größeren. Im alten Kasten ist die Technik passiv. Es kommen Leitungen an, die auf andere Leitungen verzweigt werden. Im neuen Kasten ist die Technik hingegen aktiv. Die Lichtimpulse aus einem Glasfaserkabel werden in elektrische Impulse für Kupferleitungen umgewandelt und per Vectoring-Technik von 50 Mbit pro Sekunde auf bis zu 100 Mbit pro Sekunde Leistung gebracht. "Elektrische Störungen, die auf die Kupferkabel einwirken, werden über eine Software beseitigt. Damit ist dann Platz für höhere Datenmengen", sagt Josef Breuers, technischer Breitbandbeauftragter der Telekom. Die Kupferleitungen führen dann wie gehabt in die Häuser. Der Kunde soll von der Umstellung nichts merken, verspricht Karl-Heinz Rempe vom Vertrieb der Telekom. Wer später die höhere Internetleistung haben wolle, könne sich bei der Telekom melden.

Karl-Heinz Rempe von der Telekom zeigt ein Glasfaserkabel, durch das in Zukunft 100 Mbit Datenmenge transportiert werden können. - © FOTO: THOMAS DOHNA
Karl-Heinz Rempe von der Telekom zeigt ein Glasfaserkabel, durch das in Zukunft 100 Mbit Datenmenge transportiert werden können. | © FOTO: THOMAS DOHNA

20 Kilometer Glasfaserkabel wird die Telekom im Vorwahlbereich 05221 verlegen. Für 15 Kilometer muss gebuddelt werden. 32 Kabelverzweiger (graue Kästen) werden erneuert. Am ende des Ausbaus werden rund 6.000 Haushalte in Hiddenhausen eine schnellere Internetverbindung haben.

Die Vorwahlbereiche 05223 (Teile von Eilshausen und Hiddenhausen) und 05224 (Teile von Oetinghausen) sollen bis 2016 in den Genuss des schnelleren Internets kommen. Für Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer ist ein leistungsfähiger Internetanschluss so wichtig wie Strom, Wasser und Abwasser: "Familien und Betriebe schauen, ob ein Gebäude über schnelles Internet verfügt, danach entscheiden sie, ob sie nach Hiddenhausen umziehen."

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