Die Mitglieder der Facebook-Gruppe, die den Verein gründen wollten, hinten Stephan Waschewski, trafen sich. - © FOTO: SCHULZ
Die Mitglieder der Facebook-Gruppe, die den Verein gründen wollten, hinten Stephan Waschewski, trafen sich. | © FOTO: SCHULZ

Herford 4900 soll zum Verein werden

Facebook-Gruppengründer rief zum Stammtisch

Herford. In den Werrestuben an der Wiesestraße trafen sich am Sonntagabend die Mitglieder der Gruppe "Du lebst schon lange in Herford, wenn", um über eine eventuelle Vereinsgründung zu sprechen (die NW berichtete). Der Gründer der Facebook-Gruppe, Stephan Waschewski, wollte sich allen Fragen stellen und die Sachverhalte mit Zahlen und Fakten offen legen. So hatte er es auf Facebook angekündigt.

Im Vorfeld war Waschewski mehrfach mit Vorwürfen konfrontiert worden, er betreibe die Gruppe, um Profit in eigener Sache zu machen. Auch Freund und 4900-Mitglied Thomas Dickenbrok musste sich am Sonntag vor einigen Besuchern rechtfertigen: Er hatte mit Briefumschlägen und Papier, die sein Firmenlogo tragen, Sticker und Karten für die Facebook-Gruppe verschickt. Der Vorwurf: Werbung in eigener Sache.

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"So etwas zu hören, tut weh", sagte er. Er habe das Wohl der Gruppe im Kopf gehabt und nicht seinen eigenen Profit. Zwar habe er Werbung gemacht, dafür aber auch Briefpapier, Umschläge und Zeit kostenlos bereitgestellt.

Wie viel Geld bei der Party im Go Parc eingenommen wurde, war eine bereits im Internet oft gestellte Frage. Die konnte Waschewski auch am Sonntag nicht beantworten. Er wisse es noch nicht genau, Auslagen müssten noch abgerechnet werden, auch die der Unternehmens-Gesellschaft, die er bereits gegründet hat. "Die laufenden Kosten müssen auch mit einberechnet werden", sagte er. Dabei handle es sich zum Beispiel um Büromiete, Telefongebühren, Steuern und Fahrtkosten.

Immer wieder seien innerhalb der Gruppe Vorwürfe aufgekommen, es sei bisher noch nichts gespendet worden. "Wir haben schon 315 Euro an den Kinderschutzbund gespendet", trat der Gründer der Gruppe diesen Vorwürfen entgegen.

Mit dem Spenden, so Waschewski, wolle die Gruppe auch weitermachen. Eine Richtung, in die ihre Gemeinnützigkeit als Verein gehen soll, haben sie aber noch nicht. Waschewski selbst habe sich bereits Gedanken über ein Konzept des Vereins gemacht, konnte dieses aber Sonntagabend nicht in Worte fassen. Die 20 anwesenden Gruppenmitglieder waren für eine Vereinsgründung. Man wolle sich jetzt informieren, was dafür benötigt würde, im neuen Jahr solle es dann losgehen. Dabei soll die saubere Trennung von Verein, Gruppe und Unternehmens-Gesellschaft erfolgen.

"Die heute Anwesenden sind der harte Kern, mit dem wir auch den Verein gründen sollten", sagte Jürgen Berger. Auf Fragen solle zumindest auf Facebook nicht mehr geantwortet werden und ihre Steller "im Sinn des Gruppeninteresses" gelöscht werden.

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