HERFORD "Das ist ja wie Bilbao"

Die Begegnung des Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit MARTa

Der stellvertretende Bürgermeister Gustav Meyer zu Hartum, derKünstlerische Direktor des MARTa, Roland Nachtigäller, die Geschäftsführerin Helga Franzen (v.l.) sowie die Regierungpräsidentin Marianne Thomann-Stahl und Landrat Christian Manz waren Gastgeber des Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Prof. Dr. Dr. Hermann Parzinger (4. v.l.) und Staatssekretär Steffen Kampeter (3.v.r.). - © FOTO: RALF BITTNER
Der stellvertretende Bürgermeister Gustav Meyer zu Hartum, derKünstlerische Direktor des MARTa, Roland Nachtigäller, die Geschäftsführerin Helga Franzen (v.l.) sowie die Regierungpräsidentin Marianne Thomann-Stahl und Landrat Christian Manz waren Gastgeber des Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Prof. Dr. Dr. Hermann Parzinger (4. v.l.) und Staatssekretär Steffen Kampeter (3.v.r.). | © FOTO: RALF BITTNER

Herford. MARTa liegt nicht so frei wie das Guggenheim-Museum im baskischen Bilbao. Um so überraschender erscheint der Herforder Gehry-Bau den auswärtigen Gästen. Gestern war Prof. Dr. Dr. Hermann Parzinger, der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Gast im Museum an der Goebenstraße. Und als er "um die Ecke bog" entfuhr es ihm: "Das ist ja wie Bilbao".

In Spanien ist der Kubus weiß, in Herford ist er westfälisch verklinkert. Das findet der Historiker besonders reizvoll: "Das Haus hat einen starken Charakter, außen wie innen."

Der Parlamentarische Staatssekretär im Finanzministerium, Steffen Kampeter, führt Parzinger zur Zeit durch die Museen in Ostwestfalen, denn die Stiftung soll nicht nur in Berlin präsent sein, sondern auch an den "polaren Eckpunkten" wie Herford, meinte Kampeter in ostwestfälischer Bescheidenheit.Außerdem sei es gut, jemanden in Berlin zu kennen, ergänzte der gebürtige Mindener in Richtung Roland Nachtigäller, dem Künstlerischen Leiter des MARTa.

Auch die Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl, Landrat Christian Manz und Herfords stellvertretender Bürgermeister Gustav Meyer zu Hartum vernahmen die Botschaft.Sie alle eint die Gewissheit: Ostwestfalen hat einiges zu bieten, und MARTA ist der Leuchtturm. Bei aller Bewunderung für das Museum für zeitgenössische Kunst ist Parzinger als anerkannter Erforscher des Reitervolks der Skythen mehr an den Grabungen in Barkhausen (Porta Westfalica) interessiert. Grundsätzlich soll Ostwestfalen eine Kulturregion bleiben, trotz aller Sparzwänge, bestätigte der doppelte Doktor aus Berlin.

Auf der Suche nach der Nutzanwendung dieses Besuches erhebt sich die Frage: Gibt es etwas, das die Stiftung Preußischer Kulturbesitz für das MARTa tun kann? Offenbar, denn die Stiftung verfügt über kuratierte Ausstellungen, die verschickt werden können. Das Föderale Programm macht diesen Austausch möglich, schließlich sind alle 16 Bundesländer zu 25 Prozent an der Finanzierung der Stiftung beteiligt. Sie verwaltet 16 Museen. Und seit gestern ist das Herforder zumindest im Bewusstsein des Präsidenten.

Copyright © Neue Westfälische 2017
Texte und Fotos von nw.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group