Herford Mehr Sicherheit durch Bürger-Radweg an der Laarer Straße

Eindeutiges Votum im Verkehrsausschuss: wenn auch schmaler, Hauptsache schneller

Trotz dieser eindeutigen Hinweise kracht es oft auf der Kreuzung Laarer-/Stedefreunder Straße. Ein Kreisel soll Abhilfe schaffen. - © FOTO: KIEL-STEINKAMP
Trotz dieser eindeutigen Hinweise kracht es oft auf der Kreuzung Laarer-/Stedefreunder Straße. Ein Kreisel soll Abhilfe schaffen. | © FOTO: KIEL-STEINKAMP

Herford (bra). Fußgänger und Radfahrer leben gefährlich an der Laarer Straße. Das Gewerbegebiet ist in den vergangenen neun Jahren so gewachsen, dass Lastwagen "da durchknallen", wie es ein Anwohner auf der Sitzung des Verkehrsausschusses formulierte. Jetzt soll Abhilfe geschaffen werden durch einen "Bürger-Radweg".

Alle Anlieger, alle Fraktionen und der Umweltverein Laar sind dafür, besonders die Ortsunion West, für die sich Ratsfrau Marlies Echterdiek (CDU) ins Zeug legte. Als Gast des Verkehrsausschusses erinnerte sie daran, dass der erste Antrag bereits neun Jahre alt ist.Dann beschrieb sie die Gefahr für Menschen, die das Gemeindehaus, den Friedhof und jetzt in der Vorweihnachtszeit den Baby-Basar besuchen wollen.

Die Verwaltung bündelte die Anträge in einem Prüfauftrag an den Landesbetrieb Straßen.NRW. Der wird aufgefordert, den Bürger-Radweg wegen der "besonderen Gefahr" auf der Prioritätenliste von Platz 15 deutlich nach vorne zu ziehen. Dafür soll er nicht "perfekt" ausgebaut werden. Eine Breite von 1,60 Meter, statt der üblichen 2,25 Meter, sei ausreichend, wenngleich es bei der Begegnung zweier Radfahrer eng werden kann, wie Lothar Sobek, der Leiter der städtischen Ordnungsabteilung, zu bedenken gab. Wenn der Weg schmaler wird, muss die Stadt für dessen Unterhaltung aufkommen.

Um dem Projekt Nachdruck zu verleihen, soll der Betrag für die Vermessung (25.000 Euro) für das kommende Jahr in den städtischen Haushalt aufgenommen werden.

Die Forderung der Antragsteller, den Schwerlastverkehr im oberen Teil der Laarer Straße zu verbieten, sieht Hans-Henning Warnecke (FDP) im Hinblick auf das Gewerbegebiet kritisch. Jedenfalls soll der Landesbetrieb eine Sperrung prüfen. Was die Umsetzung des Projektes betrifft, sind die Ausschuss-Mitglieder hoffungsfroh, weil am 9. Mai 2010 Landtagswahlen sind.

Copyright © Neue Westfälische 2017
Texte und Fotos von nw.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group