4. Tagträumer Varieté: Die große Show des Kinder- und Jugendzirkus Funtastic im Stadttheater begeisterte knapp 700 Zuschauer. Mit dabei waren auch Aktive vieler anderer Vereine. - © Ralf Bittner
4. Tagträumer Varieté: Die große Show des Kinder- und Jugendzirkus Funtastic im Stadttheater begeisterte knapp 700 Zuschauer. Mit dabei waren auch Aktive vieler anderer Vereine. | © Ralf Bittner

Herford Zirkus Funtastic hatte ein fantastisches Jahr

Rückblick 2017: Tagträumer-Varieté und Schwarzlicht-Theater-Projekt waren Höhepunkte. Christina Oberschachtsiek übernimmt Leitung von "Jonglage und mehr"

Ralf Bittner

Herford. "2017 war ein funtastisches Jahr für den Kinder- und Jugendzirkus Funtastic", sagt Christina Oberschachtsiek, neue Leiterin der Abteilung "Jonglage und mehr" in der Turngemeinde Herford (TGH): "Neben unseren typischen Zirkusprogrammen haben wir zusätzlich drei große Shows entwickelt und dem Herforder Publikum präsentiert." Beim Tagträumer-Varieté im Stadttheater Herford zeigten 100 jugendliche Akteure ihr artistisches, tänzerisches, sportliches und darstellerisches Können in einer zweieinhalbstündigen Show. 700 Zuschauer waren von der poetischen Reise von Clown Beppo und seinen Clownsfreunden in einer tristen, grauen Welt begeistert. Das Schwarzlicht-Theater-Projekt "FantasieWelten", das in Zusammenarbeit mit dem Stadttheater Herford entstand, zeigte mit "UV-TV" eine faszinierende Präsentation auf der Studiobühne des Theaters, bei der die Akteure unsichtbar blieben. Überraschende Lichteffekte und Jonglagen mit Leuchtrequisiten waren das Ergebnis der ebenfalls neu entwickelten Show "Nachtlichter", bei der mit LED-Requisiten interessante Choreographien gezeigt wurden. Beim Hoekerfest war der Kinder- und Jugendzirkus mit dem Programm "Staunen und mitmachen" wieder dabei. Nach der Show konnten die Zuschauer die mitgebrachten Jonglage-Requisiten selbst ausprobieren. Workshops etwa zum Modellierballonknoten oder Kendama-Spiel erweiterten das Repertoire der jungen Artisten. Ein Besuch des GOP-Varietés in Bad Oeynhausen lieferte Ideen für neue Nummern. Neu im Angebot der Abteilung ist die zirkuspädagogische Seniorenarbeit, die zukünftig weitergeführt werden soll. Große Sorge bereitet den Aktiven in der Abteilung die Zukunft ihrer Trainingshalle. Die Zukunft der alten Turnhalle Lübberbruch ist in der Diskussion. Möglicherweise werde sie im Rahmen der Erweiterung des Ravensberger Gymnasium anders genutzt, etwa als Mensa. Für die Jonglageabteilung würde dann nicht nur ein zentrumsnaher Trainingsort wegfallen, sondern auch eine Fläche von rund 80 Quadratmetern, die derzeit für Gruppenaktivitäten und die Lagerung der Requisiten genutzt wird. "Wo bleiben wir dann mit unseren zahlreichen Aktivitäten und Materialien?", fragt Christina Oberschachtsiek. Die TGH-Geschäftsführung ist inzwischen in Gesprächen mit der Abteilung Bildung und Sport der Stadt über die Nutzung der Halle. Außerdem sind Zukunftsperspektiven und die Unterstützung durch die Sportverwaltung Thema. Außerdem gab Joachim Damm nach 14-jähriger Leitung der Abteilung seine Aufgabe an Christina Oberschachtsiek ab und wurde von der TGH wegen herausragender Leistungen zum Ehrenmitglied ernannt.

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