Laternenlicht: Die Kinder versammeln sich mit selbstgebastelten Laternen im Aawiesenpark. - © Alexandra Golfinger
Laternenlicht: Die Kinder versammeln sich mit selbstgebastelten Laternen im Aawiesenpark. | © Alexandra Golfinger

Herford Laternenumzug führt durch die Innenstadt

Martinstag: Beim Laternenumzug der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde gehen rund 200 Kinder und Erwachsene durch die Herforder Innenstadt und feiern einen Gottesdienst in der Jakobi-Kirche

Alexandra Golfinger

Herford. Hoch zu Ross reitet Sankt Martin mit einem langen, roten Mantel durch die Nacht. Hinter ihm ein Lichtermeer aus selbstgebastelten Laternen. Dieses Bild bot sich am Samstagabend vom Aawiesenpark über den Wall bis zur Jakobikirche, denn rund 200 Kinder und Erwachsene folgten beim Laternenumzug der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Sankt Martin alias Ingo Ellermann und seinem Pferd Pelle durch die Innenstadt. Zur Abenddämmerung um 17 Uhr versammelten sich Kinder und Eltern mit bunten Laternen im Aawiesenpark. Die Kinder staunten, als Ingo Ellermann mit langem, rotem Mantel und auf einem Pferd den Hügel herunterkam. Der Sankt Martin-Darsteller reitet schon seit dreißig Jahren am Martinstag. "Ich habe selber Kinder und denke das ist eine schöne Aktion. Ich habe auf dem Stiftberg angefangen, aber diesen Rundgang hier mache ich jetzt schon zum siebten Mal", erzählte Ellermann. Zur Begrüßung stimmte der Posaunenchor der Münsterkirche den Abend mit dem Martinslied "Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne" ein. Dann ging es durch den Park über die Hertabrücke. Dort wurde ein weiteres Lied gesungen. Weiter ging es über den Wall und quer über den Gänsemarkt, bis der Laternenumzug zur Jakobi-Kirche gelangte. Der zuständige Bezirksbeamte Herman Duhme führte die Gruppe an. "Die Innenstadt ist ja zum Glück nicht stark befahren, da reicht es wenn ein Polizist aufpasst", erklärte Duhme. Den Gottesdienst leitete Pfarrerin Gabi Kern. Sie erzählte eine Martinsgeschichte mit Bildern, bei der die Kinder mit Gesten und Geräuschen mitmachen konnten. "Der Laternenumzug hat einen schönen Ausklang in der Kirche. Ich finde, dass die fröhlich-bunten Laternen in dieser dunklen Jahreszeit eine schöne Symbolik sind", sagte Pfarrerin Kern. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es Würstchen und Kinderpunsch für alle.

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