Gesegnet: Der New Yorker Craig Wiggins konnte mit seiner Musik mit namhaften Stars wie Whitney Houston oder Justin Timberlake zusammen arbeiten und hat bereits einen Grammy gewonnen. Der Glaube an Gott hat ihm dabei immer geholfen. Im März wird er mit seinem Gospelchor "New York Gospel Stars" in Herford auf Tour sein. - © Frank-Michael Kiel-Steinkamp
Gesegnet: Der New Yorker Craig Wiggins konnte mit seiner Musik mit namhaften Stars wie Whitney Houston oder Justin Timberlake zusammen arbeiten und hat bereits einen Grammy gewonnen. Der Glaube an Gott hat ihm dabei immer geholfen. Im März wird er mit seinem Gospelchor "New York Gospel Stars" in Herford auf Tour sein. | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Herford Interview mit New York Gospel Stars Chorleiter Craig Wiggins

Interview: Grammy-Preisträger Craig Wiggins ist mit seinem Chor "New York Gospel Stars" zum zehnjährigen Bestehen auf Jubiläumstour. Er gastiert am 13. März in der Münsterkirche

Fabian Herbst

Mister Wiggins, singen ist ihre Passion. Dabei durften Sie schon mit namhaften Künstlern zusammen arbeiten und haben sogar einen Grammy gewonnen. In diesem Jahr feiert ihr Gospelchor "New York Gospel Stars" sein zehnjähriges Bestehen. Aus diesem Anlass sind Sie ab Jahresende mit ihrer Gruppe auf Jubiläumstour durch Deutschland. Was können Zuschauer erwarten? Craig Wiggins: Jedes Jahr präsentieren wir eine individuelle Bühnenshow. Auf der Jubiläumstour werden wir eine Zeitreise durch die vergangenen zehn Jahre machen. Wir versuchen die Programme der vergangenen Tourneen in einem Konzert zusammenzuführen. Auf der Tour werden alle Sänger, die in den zehn Jahren mit dem Gospelchor aufgetreten sind, dabei sein. Das wird etwas Besonderes. 2017 sind Sie zum zehnten Mal in Folge auf Deutschlandtour. Kann man sagen, dass Sie Deutschland mögen? Wiggins: Natürlich. Ich liebe dieses Land. Ich mag die Landschaft und die Reaktionen der Menschen auf unsere Musik. Ich bin seit einem Jahrzehnt jedes Jahr hier, daher habe ich eine spezielle Beziehung zu Deutschland. Was mögen Sie besonders an unserem Land? Wiggins: An Deutschland mag ich vor allem die Kultur. Die Deutschen sind im Vergleich zu den US-Amerikanern sehr organisiert. Die Menschen warten an der Ampel immer brav, bis es grün wird. Das sieht man in den USA nicht ganz so streng (lacht). An den Deutschen an sich mag ich, dass sie uns immer sehr freundlich aufnehmen. Für einige Menschen hierzulande dürfte es das erste Mal sein, dass sie Gospelmusik live erleben. Wie reagieren diese Menschen auf Ihre Musik? Wiggins: Sie reagieren immer positiv. Ich habe noch keine schlechten Reaktionen zu unserer und dieser Art von Musik gehört. Sie sind verblüfft, so eine unglaubliche Musik zu hören. Einige kommen jedes Jahr in unsere Konzerte. Für uns sind unsere Fans wie eine Familie. In diesem Jahr feiern Sie das zehnjährige Bestehen der "New York Gospel Stars". Sind Sie stolz auf ihren Erfolg in den vergangenen Jahren? Wiggins: Der Hauptgrund unseres Erfolges ist, dass wir versuchen, die wahre Bedeutung des Gospels rüberzubringen. Manche Chöre verdeutlichen die Ursprünge des Gospels aus der Zeit der Sklaverei. Das ist gut und wichtig, aber Gospelmusik hat sich weiterentwickelt. Insbesondere durch Mahalia Jackson in den 1960er-Jahren. Sie hat Gospel zu dem gemacht, was er heute ist. Gospelmusik wird sich immer weiterentwickeln. Auf unserer Tour präsentieren wir einen Mix aus alten und neuen Gospelliedern und auch A-cappella-Versionen. Sie haben neben dem Gospelchor auch mit Weltstars wie Whitney Houston oder Justin Timberlake zusammen gearbeitet. Wie kam es zu diesen Kooperationen? Wiggins: Die Kontakte entstanden über Bekannte. Sie haben mich angerufen und sagten mir, dass sie bei dem ein oder anderen Projekt meine Hilfe bräuchten. Ich sagte, das wäre kein Problem und so kam es, dass ich dann neben Whitney Houston oder Justin Timberlake stand. Darüber hinaus haben Sie mit dem "Love Fellowship Choir" einen Grammy gewonnen. Fühlen Sie sich dadurch in Ihrer Arbeit bestätigt? Wiggins: Ja absolut. Es zeigt mir, dass ich mit dem was ich tue, dass Richtige tue. Ich liebe meine Arbeit. Was ist Ihre Definition von Gospel? Wiggins: Es ist Gottesmusik. Daher bedeutet es für mich, den Glauben und die Religion von Jesus Christus zu verbreiten. Das ist es, was diese Art Lieder ausmacht. Wie läuft die Arbeit im Gospelchor ab? Wiggins: Die Arbeit mit dem Gospelchor nimmt nur den halben Tag ein. Nicht nur ich, sondern auch die anderen Bandmitglieder haben nebenbei eigene Projekte am Laufen. Einige arbeiten auch mit berühmten Künstlern zusammen. Sie sind mit den Gospel Stars für drei Monate auf Tour. Sie sehen sich untereinander jeden Tag. Gibt es da Probleme? Wiggins: Nein wir sind wie eine Familie. Wir kennen uns mittlerweile seit vielen Jahren, daher unternehmen wir auch etwas zusammen oder kochen gemeinsam. Wir verstehen uns alle miteinander. Gibt es dann nicht mal Konflikte untereinander? Wiggins: Es kommt immer mal vor, dass es zu Situationen kommt, wo einem etwas nicht passt. Aber wir regeln dass dann und schaffen die Probleme aus der Welt, so wie man das in Familien macht. Es ist wichtig, dass wenn man, solange zusammen auf Tour ist, sich gut versteht. Auf was können sich die Zuschauer beim Konzert am meisten freuen? Wiggins: Bei unserem Konzert haben wir viele bekannte Songs im Repertoire. Zum Beispiel "Oh happy Day", "Amazing Grace" und sogar "Jingle Bells" (lacht). Es ist beim Auftritt im März zwar keine Weihnachtszeit, aber das Lied ist etwas Besonderes. Wir holen während des Stücks Kinder auf die Bühne, die mit uns zusammen singen können. Zu unseren Liedern können die Menschen mitsingen, mitklatschen und mittanzen.

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