Generationenübergreifend: Marco Siekmann und sein Vater Ernst A. Siekmann vor einem Granulat-Mischsystem aus dem Hause Digicolor. - © Peter Steinert
Generationenübergreifend: Marco Siekmann und sein Vater Ernst A. Siekmann vor einem Granulat-Mischsystem aus dem Hause Digicolor. | © Peter Steinert

Herford Digicolor baut ein neues Zentrum für Kunststoff-Technologie

Peter Steinert

Herford. Die Mischung macht's. Das trifft beim kunststoffverarbeitenden Unternehmen Digicolor auf die Produkte, aber auch auf die unternehmerische Ausrichtung zu. Die im Herforder Süden ansässige Gesellschaft für Kunststoffmaschinentechnik mbH mit 50 Beschäftigten steht gleichermaßen für hohe Spezialisierung, als auch für stetes Wachstum. Das spiegelt sich in einem neuen Technologiezentrum wider, für das jetzt der Grundstein gelegt wurde. "Mit der Einweihung rechnen wir im März", sagte Geschäftsführer Marco Siekmann (44) anlässlich eines Pressegesprächs im Firmenkomplex an der Zeissstraße. Vater Ernst A. Siekmann hatte das Unternehmen 1978 in einem Herforder Wohnhaus am Langenberg gegründet. "Ich komme aus dem klassischen Spritzgussmaschinenbau. Das sind die Maschinen, die heute hinter unseren Anlagen hängen", sagt der Seniorchef, der zwei Jahre nach Firmengründung größere Räume suchte und in Bielefeld fand. »Kundenspezifische Anlagen werden bei uns entwickelt, gebaut und getestet« 2015 die Rückkehr. Nachdem der Neubau für Produktion und Büros eingeweiht wurde, startete im August 2017 der Bau des nächsten Gebäudes am Standort Herford. Marco Siekmann: "Das neue Gebäude wird als Kundenzentrum und Kunststoff-Technikum genutzt werden. Gleichzeitig erfolgt eine Erweiterung des bestehenden Gebäudes mit zusätzlichen Flächen für Entwicklung und Konstruktion." Ernst A. Siekmann: "In den vergangenen Jahren lieferte Digicolor eine große Anzahl hochwertiger Granulatversorgungs-Anlagen für die Bereiche Automobil, Luftfahrt, Elektrotechnik, Medizin- und Verpackungstechnik, einschließlich der steuerungstechnischen Anbindung an übergeordnete Systeme." Marco Siekmann: "Das sind kundenspezifische Anlagen, die bei uns entwickelt, gebaut und getestet werden." Wobei Digicolor mit diesen Versorgungsanlagen nur etwa die Hälfte des Umsatzes erzielt. Die anderen 50 Prozent des Umsatzes entfallen auf den Bereich der Trocknung, in dem die Herforder laut Ernst A. Siekmann einen "weltweiten Ruf" genießen und "ziemlich führend" sind. Der 77-Jährige weiter: "Auf dem Fachgebieten der Trockenlufttrocknung, Dosiersysteme, Granulatförderung und Mahltechnik verfügt Digicolor über umfangreiches, technologisches Spezialwissen, um auch schwierige Anwendungen erfolgreich umzusetzen." Dieses sei ein weiterer Grund, um das Technologie-Zentrum einzurichten, in dem innovative Lösungen für das Granulathandling entwickelt werden. Marco Siekmann: "Den Kunden und Interessenten wird so die Möglichkeit gegeben, neue Produkte zu testen und den zukünftigen Anforderungen der Kunststoffverarbeitung und Granulatversorgung noch effektiver zu entsprechen." Das Technologiezentrum werde darüber hinaus als Showroom für Digicolor Produkte und Schulungszentrum für Produkt- und Anwenderschulungen dienen. Die Kosten für das Zentrum schätzen Vater und Sohn Siekmann auf "etwas unter einer Million Euro."

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