Die berühmte Parkstraße kostet Monopoly-Spieler viel Geld pro Nacht. In der künftigen Deutschland-Edition zahlen Besucher womöglich für den Besuch der Sparrenburg. - © Symbolfoto: dpa
Die berühmte Parkstraße kostet Monopoly-Spieler viel Geld pro Nacht. In der künftigen Deutschland-Edition zahlen Besucher womöglich für den Besuch der Sparrenburg. | © Symbolfoto: dpa

Bielefeld Monopoly-Wahl: Bielefeld ergattert die Parkstraße - auch Herford und Gütersloh dabei

95.600 Stimmen reichen nicht für den ersten Platz. Göttinger Studenten konnten deutlich mehr Stimmen generieren. Herford und Gütersloh landen überraschend auf Platz 15 und 16.

Jens Reichenbach

Bielefeld. Die Monopoly-Wahl für die neue Deutschland-Edition des Brettspielklassikers ist abgeschlossen und Bielefeld wurde bemerkenswerter Zweiter. 95.600 Stimmen für die Stadt am Teutoburger Wald reichten aber nicht für den erhofften Platz 1. Das bestätigte nun Hasbro-Sprecherin Kristina Boxsberger. Die attraktivste Straße - die berühmte Schlossallee (400 Euro Pro Nacht) - ergatterte die Universitätsstadt Göttingen mit rund 116.000 Stimmen. "Knapp war es am Ende nicht", sagte Boxsberger, die auch mitbekommen hatte, dass auf der Studenten-App "Jodel" eine Art sportlicher Wettkampf zwischen den beiden Uni-Städten entbrannt war. Bielefeld wird somit auf der Deutschland-Edition des Spiels die zweitteuerste Straße - die Parkstraße (350 Euro pro Nacht) - erobern. Saarbrücken, das bei der Wahl mit deutlichem Abstand Platz drei errang, landet auf laut Boxsberger auf der Bahnhofstraße (320 Euro pro Nacht). Jodel-User aus Bielefeld schwenken am letzten Tag auf Herford um "Auf dem Spielbrett der Deutschland-Edition werden allerdings nicht die klassischen Straßennamen zu sehen sein, sondern eben die gewählten Städte." Eine Bildagentur werde sich jetzt in den kommenden Tagen darum kümmern, die Sehenswürdigkeiten der 22 gewählten Städte herauszusuchen, so Boxsberger. Im Fall von Bielefeld könnte das Motiv also die Sparrenburg sein. Interessanterweise muss sich die Agentur nun auch mit Herford und Gütersloh beschäftigen. Bielefelds kleine Nachbarn landeten am letzten Tag der Wahl plötzlich und ganz überraschend noch auf Platz 15 (3.781 Stimmen) und 16 (3.702 Stimmen) und verdrängten damit womöglich Stuttgart vom Spielbrett. Herford wird laut Bocksberger die Neue Straße (160 Euro pro Nacht) belegen und Gütersloh die Hafenstraße (140 Euro pro Nacht). Für die aktiven Jodel-User aus Bielefeld war der Ostwestfalen-Coup nicht so überraschend. Die aktivsten Wähler hatten ständig die eingehenden Stimmen der Wahl analysiert und schließlich am Donnerstag erkannt, dass trotz größter Mobilisierung Platz eins für Bielefeld nicht mehr zu erreichen war. Geschenkidee für Bielefelder noch nicht für Weihnachten In dem Moment schwenkten die infizierten Monopoly-Fans um und mobilisierten nun Stimmen für Herford und Gütersloh. Auch hier mit Erfolg. Als Geschenk für Weihnachten kommt die Bielefelder Parkstraße aber leider noch nicht in Frage. Die nun heiß ersehnte Deutschland-Edition von Monopoly soll im Frühjahr 2018 auf den Markt kommen.

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