Reges Interesse: Vor allem das H2O nutzen die Inhaber der Herford-Karte. ARCHIV - © Foto: Frank-Michael Kiel-Steinkamp
Reges Interesse: Vor allem das H2O nutzen die Inhaber der Herford-Karte. ARCHIV | © Foto: Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Herford Bäderlandschaft als Anziehungspunkt

Herford-Karte: Das Interesse ist größer als von der Verwaltung prognostiziert. Die Beigeordnete Birgit Froese-Kindermann zieht ein Fazit

Herford (PeSt). Seit Anfang Juli gibt es die sogenannte Herford-Karte, die sozial Schwächeren den vergünstigten Besuch wie dem Marta-Museum oder den Freibädern ermöglicht. Diese gilt, je nach Leistungsart, zwischen drei und zwölf Monaten. Jetzt zieht die Beigeordnete Birgit Froese-Kindermann ein erstes Fazit, das sie im kommenden Sozialausschuss nächsten Dienstag vorstellen wird. Bemerkenswert: Das Interesse ist groß, beschränkt sich aber ausschließlich auf Herfords Bäderlandschaft mit den Freibädern im Kleinen Felde (33 Nutzer), Elverdissen (4) und vor allem dem H2O (64). Die Stadtbibliothek interessierte ebenso wenig wie Besuche im Daniel-Pöppelmann-Haus und im Haus unter den Linden. Eine "0" wurde auch für das Marta-Museum verzeichnet. Froese-Kindermann: "Bei der Auswertung und Beurteilung dieser Daten ist zu berücksichtigen, dass lediglich ein Auswertungszeitraum von sechs Wochen abgebildet werden konnte, der nur unsichere Prognosen zulässt." Der Rat hatte im Mai 2017 die Einführung der Herford-Karte beschlossen. Ziel ist die Teilhabe aller Menschen am kulturellen und sozialen Leben. Die Inhaber dieser Karte erhalten in den städtischen Einrichtungen 50 Prozent Rabatt auf den Eintritt. Eine Herford-Karte erhält, wer staatliche Transferleistungen wie beispielsweise Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe bezieht. Rund 9.000 Herforder beziehen aktuell staatliche Transferleistungen. Dafür hat die Stadt in diesem Jahr 30.000 Euro in den Haushalt eingestellt. Die Stadtverwaltung war zuletzt davon ausgegangen, dass rund zehn Prozent dieser Bürger ein solches Angebot wie die Herford-Karte nutzen. Birgit Froese-Kindermann: "Bereits jetzt kann davon ausgegangen werden, dass dieser Wert deutlich überschritten wird. In den ersten Wochen seit Ausstellungsbeginn sind bereits 216 Karten ausgestellt worden. Es wird, unter Berücksichtigung der unterstellten Daten, insgesamt für ein ganzes Jahr die Ausstellung von bis zu 1.500 Herford-Karten prognostiziert.

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