China-Fans: Alexandra Rollett-Mohammadian, Amin Mohammadian, Romy Cappenberg, Aylin Loreen-Müller, Eleni Strataki, Emile von Fürstenberg, Filine Dogan, Kaan Zorlu, Lucia Maschmann, He Zheng, Aleksandar Pertrovic, Gastgeber Heiner Wemhöner und Bürgermeister Tim Kähler (v .l.) beim chinesischen Abend. - © Foto: Kiel-Steinkamp
China-Fans: Alexandra Rollett-Mohammadian, Amin Mohammadian, Romy Cappenberg, Aylin Loreen-Müller, Eleni Strataki, Emile von Fürstenberg, Filine Dogan, Kaan Zorlu, Lucia Maschmann, He Zheng, Aleksandar Pertrovic, Gastgeber Heiner Wemhöner und Bürgermeister Tim Kähler (v .l.) beim chinesischen Abend. | © Foto: Kiel-Steinkamp

Herford Junge Herforder begeistert die Gastfreundschaft chinesischer Familien

Erste Runde des Schüleraustauschs mit Xinbei: Jugendliche haben sich von der Infrastruktur der modernen chinesischen Städte faszinieren lassen

Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Herford. Die Begeisterung kannte keine Grenzen: Die neun Schülerinnen und Schüler, die zweieinhalb Wochen lang im Herforder Partnerbezirk Xinbei in Familien zu Gast waren, berichteten jetzt bei einem China-Abend im Konferenz-Raum von Wemhöner-Surface-Technologies Eltern und Lehrern überschwänglich von ihren Erfahrungen. "Ich bin mit dem China-Fieber angesteckt", resumierte Kaan Zorlu seinen Teil der Foto- und Video-Schau. Das hörte Bürgermeister Tim Kähler ebenso gern wie Gastgeber Heiner Wemhöner, der die Partnerschaft zu dem Bezirk, in dem sein Unternehmen ein Werk betreibt, angeregt hat. Um die Verbindung mit Leben zu füllen gibt es einen Schüleraustausch des Friedrichs-Gymnasiums mit der Bennin-High-School - der Besuch war der Auftakt dazu. Schon die Skyline der Millionenstadt Shanghai, in der die Gruppe nach ihrem Flug landete, hat beeindruckt. "Nachts war der Anblick besonders toll", sagt Lucia Maschmann. "Mit der Familie war es, als wenn wir uns schon lange kennen", sagt Kaan. Man versuchte, sich auf Englisch zu unterhalten, doch auch Übersetzungs-Apps auf dem Smartphone leisteten gute Dienste. Wenn mal ein Wort gar nicht passte, lachte man drüber. "Chinesen sind viel freundlicher zueinander" Alle China-Reisenden waren sich einig: "Wir wären gern länger geblieben und wir wollen wieder hin." Amin Mohammadian hat sehr konkrete Pläne entwickelt: "Bis jetzt wollte ich Medizin studieren. Jetzt will ich mich in China für International Business einschreiben." Er war beeindruckt von der Disziplin der jungen Chinesen: "Es gab eine große Begrüßungszeremonie auf dem Sportplatz. Alle waren ruhig, keiner hat dazwischen geredet und alle haben grade gestanden." Das kam auch ihm selbst zugute, als er vor 1.000 Schülern eine Rede in Englisch und mit einigen Brocken Chinesisch hielt. Die Disziplin der Chinesen endete im Straßenverkehr: "Keiner hält sich an Regeln, aber alle passen aufeinander auf." Überhaupt, so der Eindruck, gingen die Chinesen freundlicher miteinander um, als die Deutschen. "Unglaublich lecker mit kleinen Ausnahmen" - da waren sich die Schüler im Urteil über die chinesische Küche im Allgemeinen und die ihrer Gasteltern im Besonderen einig. Man war bemüht, Gerichte, die den Gästen augenscheinlich besonders schmeckten, immer wieder auf den Tisch zu bringen: "Es war alles mit viel Liebe gemacht." Selbst Spaghetti-Bolognese kochte die Gastmutter, nachdem sie nach dem Lieblingsessen von Eleni Strataki gefragt hatte. Sie garnierte das Gericht mit einem Spiegelei. Manche Familie überhäufte ihren Gast mit Geschenken. "Ich konnte gar nicht alles mitnehmen", sagte Lucia Maschmann. Mitgenommen haben die Schüler allerdings Eindrücke, "die wir nie vergessen werden".

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