Das Klinikum Herford. - © Frank-Michael Kiel-Steinkamp
Das Klinikum Herford. | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Kreis Herford Stephan Judick ist neuer Vorstandschef des Klinikums

Jobst Lüdeking

Kreis Herford. Seit dem Wechsel des bisherigen Klinikum-Vorstands Martin Eversmeyer ins benachbarte Osnabrück wurde nach einem Nachfolger des Managers gesucht. Der ist nun nach rund fünf Monaten gefunden; im niedersächsischen Celle: Stephan Judick (55), bisher noch Vorstandschef der dortigen AKH-Gruppe, soll neuer Vorstandssprecher des Klinikums Herford werden. Wie es jetzt in einer Mitteilung des Verwaltungsrats des Klinikums Herford heißt, ist die Entscheidung für Stephan Judick einstimmig gefallen. „Der 55-Jährige ist derzeit Alleinvorstand des Allgemeinen Krankenhauses (AKH) Celle. Der dortige Aufsichtsrat muss noch über den Auflösungsvertrag abstimmen." Zur Seite bei seinem Start in Herford – dessen Datum noch nicht benannt wurde – steht ihm Vorstand Rudolf Küster, dessen Vertrag vom Verwaltungsrat gestern um weitere fünf Jahre verlängert wurde. Stephan Judick ist zwar ein Neuling in Herford, im Klinikbereich hat er aber den Status eines alten Hasen. Er gilt als erfolgreicher Manager, der die Praxis kennt. Im Jahr 2011 – damals bereits im Vorstand – war er als Alleinvorstand an die Spitze der AKH-Gruppe aufgerückt. Zu dem Verbund gehören das Allgemeine Krankenhaus in Celle, sowie das Klinikum Peine. Die Gesamtbettenzahl liegt mit 1.000 zwar über der von Herford mit derzeit 750, die zwei Einzelstandorte sind aber kleiner. Träger des Krankenhaus-Verbundes ist eine Stiftung in der sowohl Landrat als auch Bürgermeister vertreten sind. Ähnlich wie Herford sind die Standorte der AHK-Gruppe akademische Lehrkrankenhäuser, die mit der Medizinischen Hochschule Hannover kooperieren. Die wirtschaftliche Situation stellt sich, anders als an vielen anderen Krankenhaus-Standorten im Bundesgebiet, in Celle positiv dar. Ein Umstand, der unter anderem der Arbeit von Stephan Judick zugeschrieben wird. Die Gruppe konnte in den vergangenen Jahren positive Ergebnisse verbuchen, davor hatte der Verbund teils Defizite bis zu fünf Millionen Euro jährlich ausweisen müssen.

realisiert durch evolver group