Überzeugend: Der Bünder Architekt Jörn Haubrok hat für das Grundstück Bäckerstraße 7 / Zufahrt Waisenhausstraße einen Entwurf angefertigt, der auf Zustimmung im Beirat für Stadtbildpflege stieß. Noch aber ist die Diskussion mit dem Nachbarn nicht ausgestanden, der das ehemalige Modehaus Heidbreder sanieren will. - © h1 plan
Überzeugend: Der Bünder Architekt Jörn Haubrok hat für das Grundstück Bäckerstraße 7 / Zufahrt Waisenhausstraße einen Entwurf angefertigt, der auf Zustimmung im Beirat für Stadtbildpflege stieß. Noch aber ist die Diskussion mit dem Nachbarn nicht ausgestanden, der das ehemalige Modehaus Heidbreder sanieren will. | © h1 plan

Herford Neue Pläne für die Bäckerstraße

Peter Steinert

Herford. Ein Leerstand auf der einen und eine Baulücke auf der anderen Seite prägen das Bild der Bäckerstraße an der Einmündung zur Waisenhausstraße. Montagabend stellten Architekten des Detmolder Investors Alexander Strese für die Bäckerstraße 7 und Vertreter des Bünder Sanierers Robert Bem für die Bäckerstraße 5 dem Beirat für Stadtbildpflege ihre überarbeiteten Pläne vor. Wie berichtet gibt es Bemühungen, den rund 1,3 Hektar großen Bereich südlich der Bäckerstraße zwischen Aa und Mönchstraße aufzuwerten. Wesentlichen Anteil daran haben Strese und Bem, die ursprünglich gemeinsam ein Großprojekt planten, inzwischen aber ihre jeweils eigene Planungen vorantreiben. Wobei die Stadtplaner gerade Bem besondere Aufmerksamkeit schenken. Soll doch das ehemalige Modegeschäft Heidbreder erhalten bleiben und gleichzeitig die Stadtentwicklung unter dem Überbegriff „Herford ans Wasser" nicht aus den Augen verloren werden. Dazu gehört auch ein Abschnitt der Aa, deren Ufer zwischen der Herderbrücke und dem Sparkassenkomplex an der Elisabethstraße der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Bem plant zusätzliche Parkplätze im hinteren Bereich des Hauses Letzteres könnte jetzt beschnitten werden, da Bem im hinteren Bereich des Hauses Bäckerstraße 5 zusätzliche Parkplätze plant. Die braucht der Bünder auch, will er doch seine derzeit noch baufällig Immobilie restaurieren und um etwa zwei Meter erhöhen. Damit könnte nach Informationen der NW das Dachgeschoss zur weiteren Wohnfläche ausgebaut werden. Verbunden mit der Sanierung ist ein Anbau, der im hinteren Bereich des Objekts entstehen soll. Schon früher hatte Robert Bem darauf hingewiesen, dass ohne diesen Anbau eine Sanierung des historischen Gebäudes nicht rentabel sei. Zuletzt war bei der Stadt allerdings über einen Anbau mit zwei Etagen verhandelt worden – die jüngsten Entwürfe zeigten ein dreigeschossiges Objekt. Das betrübt Alexander Strese, der sich teilweise von der eigentlichen Bebauungsgrenze zurückgezogen hat und nun einen Neubau plant, der an der Bäckerstraße vier Etagen hoch und gut acht Meter breit sein wird. Große Fenster zur Front versprechen ausreichend Licht. Weniger Höhe auf der einen Straßenseite, bedeutet mehr Licht auf der anderen Licht, das ihm im hinteren Bereich von Nachbar Robert Bem genommen wird. „So etwas finanzieren die Banken doch gar nicht", sagt Alexander Strese zum Schattenfall in der dann gar nicht mehr so breiten, dafür aber dicht bebauten Waisenhausstraße. Der Detmolder setzt jetzt auf das Amt für Denkmalschutz, das wenig von der Aufstockung des historischen Gebäudes hält. Weniger Höhe auf der einen, hieße für ihn mehr Licht auf seiner Straßenseite. Derzeit besteht weiterer Klärungsbedarf zwischen den beiden Bauwilligen. Immerhin hatten die sich nach langem Schweigen im Vorfeld der jüngsten Beiratssitzung auf Initiative der Stadt zu einem Gespräch getroffen. Eine nächste Gesprächsrunde sollte nun zum Ziel führen. Der Beirat für Stadtbildpflege hat dem Entwurf für das Grundstück Bäckerstraße 7 bereit zugestimmt. Wie zu erfahren war, werde allerdings mit einem positiven Beschluss im kommenden Bauausschuss am Mittwoch, 20. September, noch nicht gerechnet.

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