Keine Kinder, viel Arbeit: Eine Erzieherin beim Packen der Umzugskartons. Bis nächste Woche muss sie fertig sein, denn dann zieht der evangelische Oberlin-Kindergarten bedingt durch einen Wasserschaden vom Viehtriftenweg zum Gemeindehaus Otterheide um. - © Peter Steinert
Keine Kinder, viel Arbeit: Eine Erzieherin beim Packen der Umzugskartons. Bis nächste Woche muss sie fertig sein, denn dann zieht der evangelische Oberlin-Kindergarten bedingt durch einen Wasserschaden vom Viehtriftenweg zum Gemeindehaus Otterheide um. | © Peter Steinert

Herford Wasserschaden zwingt Oberlin-Kindergarten zum Umzug

Einrichtung muss für drei Monate geschlossen werden, Kirchenkreis bietet kurzfristig Notgruppen an

Peter Steinert

Herford. Gut, wer eine Oma oder einen Opa hat. Die sprangen ein, weil der evangelische Oberlin-Kindergarten am Viehtriftenweg für 75 Jungen und Mädchen von 0 bis sechs Jahren gestern kurzfristig geschlossen wurde. Der Grund: ein Wasserschaden. Verursacht durch ein millimeterwinziges Leck in einem Kupferrohr im Sanitätsraum des Personals. „Das Wasser war in Boden und Wände gezogen. Wir mussten handeln. Wenn die Unterbringung bei den Großeltern nicht möglich war, dann konnten die Kinder in Notgruppen aufgenommen werden", sagte gegenüber der NW die pädagogische Geschäftsführerin Regine Henneken vom evangelischen Kirchenkreis Herford, der Träger der Einrichtung ist. „Der Kirchkreis betreibt in Herford fünf Kindertagesstätten, in dreien von ihnen haben wir Notgruppen eingerichtet, die die Kinder vorübergehend betreuen", ergänzte Kindergartenleiterin Doris Begemann, die den Schaden entdeckt hatte. Gleich neben dem Haupteingang breitete sich ein unauffälliges Rinnsal aus und ließ Doris Begemann umgehend handeln. „Ich habe die Verantwortlichen beim Kirchenkreis Herford verständigt, die ihrerseits eine Fachfirma mit den Untersuchungen beauftragten", erzählte die Einrichtungsleiterin. Inzwischen ist das Leck freigelegt und ein genauer Zeitplan aufgestellt worden. Doris Begemann: „Am Montag nächster Woche ziehen wir zum Gemeindehaus Otterheide an der Schmiedestraße als Ausweichquartier um. Am Mittwoch soll dort dann der Betrieb aufgenommen werden."Gestern waren die Mitarbeiterinnen des Hauses, aber auch etliche Kolleginnen anderer Einrichtungen damit beschäftigt, Umzugskarton zu packen oder beschädigtes Mobiliar auszusortieren. Viel Arbeit für die Erzieherinnen in ungewohnt ruhigen Räumen. Regine Henneken: „Das ist zwar nur ein winziges Loch einer im Estrich verlegten Leitung. Trotzdem ist es ein großer Wasserschaden. Die schadhaften Stellen müssen jetzt freigelegt und getrocknet werden. Das dauert zwei Monate. Einen weiteren Monat kalkulieren wir für die Instandsetzung." Weil der Wasserschaden schon vor drei Wochen entdeckt worden war, zeigten sich gestern nicht alle berufstätigen Eltern verständnisvoll, als sie von der kurzfristigen Schließung des Oberlin-Kindergartens informiert wurden. Auf nicht alle Kinder wartete eine Oma oder ein Opa.

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