Aufgestiegen: Yannick Pott (v. l.), Alexander Kopp, Jonas Müller, Markus Menzler, Jonas Merckx, Lars Hoischen, Stephan Fransen und Martin Bock machten mit dem TC Herford gestern den Sprung in die Westfalenliga perfekt. - © Dirk Kröger
Aufgestiegen: Yannick Pott (v. l.), Alexander Kopp, Jonas Müller, Markus Menzler, Jonas Merckx, Lars Hoischen, Stephan Fransen und Martin Bock machten mit dem TC Herford gestern den Sprung in die Westfalenliga perfekt. | © Dirk Kröger

Herford Wie der TC Herford den Aufstieg perfekt gemacht hat

Tennis: TC Herford setzt sich im Entscheidungsspiel gegen den Mindener TK in weniger als drei Stunden 
vor 150 Zuschauern mit 6:0 durch. In den nächsten Wochen beginnen die Planungen für die Westfalenliga

Dirk Kröger

Herford. Ziemlich genau 13 Uhr war es am Sonntag, als alles perfekt war: Soeben hatte Lars Hoischen das letzte Einzel im Aufstiegsspiel gegen den Mindener TK beendet und – wie alle seine Mitstreiter auch – in zwei Sätzen gewonnen. Damit stand fest, dass in der kommenden Saison nach vielen, vielen Jahren wieder eine Mannschaft des TC Herford in der Tennis-Westfalenliga spielen wird. „Es ist schön, dass es jetzt so gutes Tennis hier zu sehen gab – und bald noch besseres zu sehen sein wird", freute sich die Vereinsvorsitzende Monika Dreifürst-Gottschalk über den Erfolg. „Wichtig ist für uns vor allem, dass 75 Prozent der Mannschaft aus Herford kommen, wir wollen den jungen Leuten eine Perspektive bieten", sagte sie. Der Aufstieg war schon vor Saisonbeginn erklärtes Ziel für die Mannschaft aus dem Sportpark Waldfrieden. Dass er gestern ohne jede Spannung perfekt gemacht wurde, überraschte allerdings ein wenig. „Ich hatte nicht erwartet, dass es so wenig Gegenwehr geben wird, in der Gruppe hatten wir schwerere Spiele", sagte Spielertrainer Markus Menzler nach dem Erfolg seines Teams. 150 Zuschauer im Sportpark Waldfrieden Die Herforder brachten den Aufstieg vor rund 150 Zuschauern im Schnelldurchgang unter Dach und Fach. Alexander Kopp brauchte nicht einmal 60 Minuten, um mit seinem 6:1, 6:1 die Führung vorzulegen, der Niederländer Stephan Fransen benötigte vielleicht fünf Minuten mehr, um sein Match 6:2, 6:3 zu gewinnen. Im ersten Einzeldurchgang tat sich nur Senior Markus Menzler etwas schwerer – besonders im ersten Satz, den er 7:5 gewann. „Das lag aber mehr an mir als am Gegner", kommentierte der Spielertrainer, dessen 6:1 im zweiten Durchgang für eine beruhigende 3:0-Führung nach gut eineinhalb Stunden Spielzeit sorgte. Irgendwie war zu diesem Zeitpunkt schon klar, dass nichts mehr schief gehen kann. Und genau so war es auch. Jonas Müller musste zwar lange kämpfen, ehe er im ersten Satz dann den Tie-Break deutlich gewann, hatte aber ebenso am Ende die Nase vorn wie Spitzenspieler Jonas Merckx, dessen Gegner nach verlorenem ersten Satz aufgab, und Lars Hoischen, der einen „Sahne-Tag" erwischte und nahezu jeden Ball traf. Und damit war das 6:0 perfekt, der Aufstieg endgültig gesichert. Sekt-Duschen für die Aufstiegshelden Es gab noch auf dem Platz Sekt und Rosen für jeden Spieler von der Vereinsvorsitzenden Monika Dreifürst-Gottschalk, die sich danach wundert: „Ich dachte, die würden den trinken", kommentierte sie die Tatsache, dass es auf dem Tennisplatz plötzlich Duschen für die Aufstiegshelden gab. Die Herforder feierten. Ausgiebig. Nun soll darüber gesprochen wird, wie es in der Westfalenliga weitergeht. „Ich gehe davon aus, dass die vier Herforder weiter spielen werden", sagte Dreifürst-Gottschalk. Und auch Merckx und Fransen haben nichts gegen eine weitere Saison in Herford.

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