Generationenwechsel: Frank Zill (l.) ist der neue Geschäftsführer beim Fahrzeugbauer Quest an der Dorotheenstraße, dessen bisheriger Inhaber Jochen Quest (r.) in den Ruhestand geht. Ansprechpartner vor Ort ist Kfz-Meister Felix Krog. - © Peter Steinert
Generationenwechsel: Frank Zill (l.) ist der neue Geschäftsführer beim Fahrzeugbauer Quest an der Dorotheenstraße, dessen bisheriger Inhaber Jochen Quest (r.) in den Ruhestand geht. Ansprechpartner vor Ort ist Kfz-Meister Felix Krog. | © Peter Steinert

Herford Spediteur übernimmt Fahrzeugbau-Betrieb

Dorotheenstraße: Jochen Quest übergibt gleichnamigen Traditions-Betrieb an Frank Zill und verabschiedet sich nach 54 Berufsjahren in den Ruhestand

Peter Steinert

Herford. Einer der ersten Dreiachser Ostwestfalens ist bei Quest in Herford gebaut worden. Zuletzt konzentrierte sich der Handwerksbetrieb zunehmend auf Lastwagen-Reparaturen. Doch nun soll der Fahrzeugbau wieder verstärkt in Angriff genommen werden. Die Rückkehr zu den Wurzeln geht einher mit einem Wechsel in der Unternehmens-Leitung. Der 69-jährige Jochen Quest verabschiedet sich in den verdienten Ruhestand und übergibt an Frank Zill. Der 41-jährige Herforder ist branchenerfahren und führt zusammen mit seinem Vater Karl-Hermann (61) an der Goebenstraße die Westfalen-Lippe Speditions- und Lagerhausgesellschafts mbH (WL), die unter anderem für Sulo unterwegs ist. "Künftig werden wir bei Quest neben den Reparaturen auch den Fahrzeugbau anbieten. Dafür besteht ein Kooperationsvertrag mit dem Fahrzeugbauer Krone", sagt Frank Zill, der sich im Betrieb an der Dorotheenstraße 28 auf Kfz-Meister Felix Krog verlassen kann. Der 34-Jährige hatte sein Handwerk bei der Mercedes-Niederlassung in Bielefeld gelernt. Zu den Serviceleistungen von Quest zählen neben dem Fahrzeugbau die Onboard-Diagnose, Wartung und Instandsetzung, Anhänger und Aufliegerservice, die gesetzlichen Prüfungen sowie ein markenübergreifender Ersatzteilservice. Mit dem Begriff der "Übernahme" tun sich sowohl der bisherige Chef als auch sein Nachfolger schwer. Sie sprechen lieber von einem "Generationenwechsel", da die beiden Familien seit Jahren eng befreundet sind und Frank Zill bereits als Dreijähriger den Fahrzeugbauer kennenlernte. Nach 54 Jahren legt Jochen Quest den Schraubenschlüssel aus der Hand. In vierter Generation hatte er den Betrieb geleitet, dessen Ursprünge 160 Jahre zurückreichen.

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