Fördern Nachhaltigkeit: Patrick Puls (Leiter Büro Verwaltungsleitung, v. l.), Anna-Lena Mügge (Klimaschutzmanagerin), Ole Hummel (Klimaschutzmanager) und Landrat Jürgen Müller. - © Ole Hummel
Fördern Nachhaltigkeit: Patrick Puls (Leiter Büro Verwaltungsleitung, v. l.), Anna-Lena Mügge (Klimaschutzmanagerin), Ole Hummel (Klimaschutzmanager) und Landrat Jürgen Müller. | © Ole Hummel

Kreis Herford Kreis plant Car-Sharing-Projekt mit vier E-Autos

Anna-Lena Mügge und Ole Hummel sind die neuen Klimaschutzmanager. Das Projekt „Kreis der guten Beispiele“ zeichnet nachhaltige Ideen aus

Kreis Herford. Der Kreis Herford sucht gute Klimaschutzideen aus dem Kreisgebiet. Für das Projekt „Kreis der guten Beispiele" sammelt der Kreis gelungene Projekte und zeichnet sie dann aus. Weil Klimaschutz vor und hinter der eigenen Tür beginnt, sei dabei jede Idee wichtig, selbst die kleine. „Dazu kann der Kindergarten gehören, der nachhaltiges Essen anbietet oder ein Bienenschützer oder eine Schulklasse, die engagiert Müll vermeidet", erklärt Anna-Lena Mügge, die neue Klimaschutzmanagerin des Kreises Herford das Projekt. „Wir wollen, dass gute Projekte nicht im Verborgenen bleiben, sondern ans Licht kommen und auch zum Nachmachen anregen", sagt Mügge. Mit ihrem Kollegen Ole Hummel, ebenfalls neuer Klimaschutzmanager beim Kreis, wird das neue Projekt ab sofort beworben. Einmal im Quartal werden zwei bis drei gute Beispiele geprüft und ausgewählt. Diese werden mit einer Urkunde und einer Gebäudetafel prämiert. Zudem ist im Mai 2018 ein offizieller Festakt mit allen Prämierten im Kreishaus geplant. Um die Kampagne zu bewerben, werden Postkarten und Plakate im ganzen Kreisgebiet verteilt. Auch im Kreishaus und in den Rathäusern liegen ab der kommenden Woche die Unterlagen aus. Seit Februar sind die beiden Klimaschutzmanager im Amt, sie teilen sich eine Stelle: „Wir sind froh, dass wir gleich zwei qualifizierte Personen für diese Stelle gefunden haben, denn Klimaschutzarbeit ist Teamarbeit – nach innen wie nach außen", ergänzt Patrick Puls, Leiter vom Büro der Verwaltungsleitung. Und das Klimaschutzmanagement der Kreisverwaltung wächst. Seit 2017 ist es zentral im Büro der Verwaltungsleitung untergebracht, „denn Klimaschutz soll ämterübergreifend umgesetzt werden und damit auch Vorbildfunktion einnehmen", sagt Landrat Jürgen Müller und verweist auf sein neues Energieteam im Kreishaus. Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen der Kreisverwaltung beschäftigen sich darin mit den Energie- und Klimaschutzaktivitäten, die in der Kreisverwaltung selbst angestoßen und umgesetzt werden können. Kreis plant Carsharing-Fuhrpark mit vier E-Autos Der Kreis nimmt seit Anfang dieses Jahres am European Energy Award (eea) teil. Der eea ist ein internationales Qualitätsmanagements- und Zertifizierungsverfahren, mit dem Energie- und Klimaschutzaktivitäten in Städten und Landkreisen erfasst, bewertet, überprüft und gesteuert werden. „Wir dokumentieren, dass wir als Verwaltung auch selbst aktiv sind", erklärt Klimaschutzmanager Ole Hummel. Eng verbunden mit dem Klimaschutzengagement des Kreises ist dessen Klimaschutzkonzept. Es wurde 2015 im Kreistag politisch beschlossen. Das Zielszenario: Eine Reduzierung der CO2-Emissionen um 30 Prozent bis zum Jahr 2030 (Bezug auf das Jahr 2012) steht dabei im Vordergrund. Daneben gibt es das visionäre Ziel des klimaneutralen Kreises. Weitere Schritte waren und sind die Bewerbung und Einbindung des kreisweiten Solardachkatasters, der Stromsparcheck (Langzeitarbeitslose als Energie- und Stromberater), eine kreisweite Energieberatung für Bürger, die Fortschreibung des Nahverkehrs und die Einführung eines 
eigenen Carsharing-Fuhrparks. Dieser Fuhrpark soll aus 18 Fahrzeugen bestehen (darunter vier E-Autos) und könnte auch von Bürgerinnen und Bürgern genutzt werden. Derzeit finden hierzu die Vertragsverhandlungen statt.

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