Vorfreude auf „Herford after work": Die Initiatoren Christine Wattler und Hamid Ghanbari mit alkoholfreiem Sommerdrink und leckeren Tapas auf dem Neuen Markt. - © Frank-Michael Kiel-Steinkamp
Vorfreude auf „Herford after work": Die Initiatoren Christine Wattler und Hamid Ghanbari mit alkoholfreiem Sommerdrink und leckeren Tapas auf dem Neuen Markt. | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Herford Zum Abendeinkauf mit Musik und Street-Food-Ständen

After work: Abendmarkt, Straßenmusiker, Street-Food-Stände und verlängerte Öffnungszeiten bis 21.30 Uhr sollen das Einkaufen am ersten langen Donnerstag von Juli bis Oktober zum Erlebnis machen

Axel Strötker

Herford. 25 Geschäftsleute, Immobilienbesitzer, Vorstandsmitglieder des Innenstadtvereins und Vertreter der Pro Herford folgten der Einladung von Einzelhändlerin Christine Wattler (Peacock Mode) zu Hamid Ghanbari ins Kupferherz am Neuen Markt. Nach dreistündiger Diskussion stand fest: Herford darf sich auf „after work events" freuen. Abendmärkte, Straßenmusiker, Street-Food-Stände und verlängerte Öffnungszeiten bis 21.30 Uhr sollen das Einkaufen an den ersten langen Donnerstagen am 6. Juli, 3. August, 7. September und 5. Oktober zum Erlebnis machen. „Dieses Abendevent wird eine Riesengeschichte, weil es durch die ganz Stadt geht mit Ständen vom Gänsemarkt über den Alten Markt bis zum Neuen Markt und Musikern zwischen den einzelnen Plätzen", freut sich Initiatorin Christine Wattler über die große Resonanz und appelliert: „Das geht nur mit vereinten Kräften, da müssen alle Innenstadtakteure mithelfen." „Die ganze Stadt muss zusammenhalten" Es würde immer gesagt, in Herford funktioniere so ein Abendmarkt nicht. Aber alle ihre Kunden seien begeistert und nach dem NW-Bericht hätten sich viele bei ihr gemeldet, die die Idee super fänden. „Zu uns kommen viele aus dem Umland und adeln Herford als wunderschöne Stadt, warum also nicht auch nach der Arbeit", fragt Wattler und glaubt: „Auch am Abend fahren Ostwestfalen mal ein bisschen weiter, wenn wir ihnen Erlebnisse bieten." Händler aus dem Quartier Radewig, der Bäckerstraße, am Alten Markt, Gehrenberg, Höckerstraße, Neuen Markt, Komturstraße, Lübberstraße und Berliner Straße machen mit beim viermonatigen Probelauf. „Wir sind dabei und lassen uns überraschen, was auf die Beine gestellt werden kann", sagt Birgit Sprungmann von „Engbers." Feedback ihrer Kunden: In Bünde könnten sie umsonst parken, warum nicht in Herford? Der Tipp eines Geschäftsmannes aus der Radewig: Ab 16 Uhr gehe beim Eon-Parkplatz an der Bielefelder Straße die Schranke hoch, dort könnten abends und an den Wochenenden kostenlos Autos abgestellt werden. Claudia Kuhlmann von Optik Schlecht kann sich den Abendmarkt als Belebung vorstellen. Allerdings habe sie Bedenken an der Berliner Straße, weil es dort immer weniger Einzelhandel gebe. Kock höre als nächster im Oktober auf. Für die Innenstadt sei Herforder after work eine tolle Idee. Aus Solidarität würde sie ihr Geschäft länger öffnen. Silke Geldmacher von der Mayerschen Buchhandlung: „Wir machen immer alles mit. Bei einem neuen Event wären wir gerne erfolgreich in Herford – das ist mein Traum. Wenn alle mitmachen – dann volle Kraft voraus!" Christine Wattler formuliert ihr Erfolgsrezept so: „Ich finde gut, wenn Herford after work ein wiederkehrendes Ereignis ist. Definitiv muss auf allen Plätzen und auch dazwischen etwas passieren. Die ganze Stadt muss zusammenhalten." Ihre Prognose: Beim ersten Mal werde es noch nicht so gut laufen. Beim zweiten Mal ein bisschen besser, aber noch nicht super. „Beim dritten und vierten Mal wird es gut, so lange müssen wir durchhalten." Jeder sei aufgerufen, Markthändler mit Antipasti sowie Biogemüse und Obst, Musiker und Street-Food-Betreiber für Herford zu begeistern. Judith Götte von Schittecks Käsewelt sowie Marin Crnjak (bekannt aus der TV-Sendung voice kids) sagten bereits spontan ihre Teilnahme für den 6. Juli zu. Weitere Interessenten können sich bei Christine Wattler im Peacock-Mode-Geschäft am Neuen Markt, unter Telefon 01 76/10 18 53 42 oder per Mail unter cwattler@gmx.de melden. Der Appell von Hans Koch, Vorsitzender der ISG Radewig: „Wir brauchen in Herford Mut und Lust statt Angst und Frust."

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