Gestaltungsidee: Der Fußgängertunnel zum Bahnhofsvorplatz und zur Ladenzeile ist das erste Projekt, das der Innenstadtverein angehen wird. Vor allem soll eine höhere Lichtleistung installiert werden und freundliche Farben sollen den dunklen, unansehnlichen Ort angenehmer machen. - © Ott Design
Gestaltungsidee: Der Fußgängertunnel zum Bahnhofsvorplatz und zur Ladenzeile ist das erste Projekt, das der Innenstadtverein angehen wird. Vor allem soll eine höhere Lichtleistung installiert werden und freundliche Farben sollen den dunklen, unansehnlichen Ort angenehmer machen. | © Ott Design

Herford Innenstadtvereine wollen zusammen arbeiten

Fusionsgespräche: Gemeinschaft Radewig und Innenstadtverein planen ihre Kräfte zu bündeln. Am Ende soll ein Verein Alt- und Neustadt sowie das Quartier Radewig vertreten und nach vorn bringen

Thomas Hagen

Herford. Es geht um nichts Geringeres als das große Ganze - zumindest was den Bereich der Kernstadt betrifft. Nachdem Bürgermeister Tim Kähler die Maxime ausgegeben hat, Herfords City zur schönsten in Ostwestfalen-Lippe zu machen, zieht nun der im vorvergangenen Jahr gegründete Innenstadtverein das Tempo an. Unter der Ägide Frank Hölschers sollen alle kreativen Kräfte unter dem Dach des gemeinnützigen Vereins gebündelt werden. Dazu zählen auch die rührigen Aktiven der ISG Radewig mit ihrem Vorsitzenden Hans Koch. Der ist in einer Doppelfunktion, denn er arbeitet auch im Innenstadtverein mit. "Der Gedanke des Zusammenschlusses ist bei Hans Koch mitgeboren", sagt Frank Hölscher, im Hauptberuf Marketingchef der Pro Herford. "Wir wollen am Puls der Zeit sein", fügt Hölscher hinzu. Das bedeute, dass man produktiv sein und auch mit allen sprechen müsse. Gesprochen haben schon einmal die beiden Vorstände miteinander. Am Ende sei klar gewesen, dass die Gedanken aus den einzelnen Quartieren mit aufgenommen werden sollen. »Am Ende muss es immer um die komplette City gehen« Die ISG Radewig habe viele Erfahrungen im Quartier rund um den Gänsemarkt gesammelt, habe einen Sitz im Vorstand des Innenstadtvereins, beschreibt Hölscher die Ausgangslage. "Aber zum Schluss muss es immer um die gesamte Innenstadt gehen", sagt Hölscher auf Nachfrage der NW. Hans Koch sieht die Zukunft pragmatisch: "Es macht keinen Sinn, dass es zwei Innenstadtvereine gibt." Koch gibt aber zu bedenken: "Eine Grundvoraussetzung der Fusion ist für die Radewiger der Erhalt einer gewissen Selbstständigkeit. Ich könnte mir vorstellen, dass es im Innenstadtverein drei Sektionen gibt: Altstadt, Neustadt und Radewig." Wenn das der Vorstand und die Mitglieder des Innenstadtvereins auch so sähen, würde man sicher zusammenkommen. Gut wäre es allemal, denn mit der Fusion ginge auch ein Synergieeffekt einher. "Die doppelte Verwaltungsarbeit würde wegfallen und das Marketing für alle Aktivitäten in der City käme aus einer Hand", stellt Koch als positive Punkte heraus. Das Ganze sei noch im frühen Verhandlungsstadium. "Wir stehen überhaupt nicht unter Zeitdruck", sagt Koch. Und über genügend Geldmittel verfüge die ISG Radewig auch. Frank Hölscher sieht ein klares Ergebnis im Herbst. "Im Sommer hat dann auch die ISG getagt und bis zum Herbst wollen wir ein konkretes Ergebnis haben", sagt Hölscher. Dabei stelle sich dann die Frage des formellen Vorgehens. So ist der Innenstadtverein gemeinnützig, was das Tätigkeitsfeld an bestimmten Punkten einschränkt. Andererseits können Fördermittel beantragt werden. Derzeit plant der Verein das Projekt "Urban Gardening", das im Quartier Radewig starten wird. Ein größeres Projekt ist die Umgestaltung der Unterführung am Steintorwall. "Wir wollen hier das Sicherheitsgefühl stärken und die Sauberkeit verbessern. Dabei soll eine Lichtinstallation und Farbe helfen", sagt Hölscher. Und auf dem Janup werden schon bald "Radewiger Gesichter" zu sehen sein.

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