Fahrrad-Check: Niklas Lutzke (11), Aaron Lüdeking (11) und Fynn Burdich (10) vom Widukind Gymnasium in Enger. - © Lena Vanessa Niewald
Fahrrad-Check: Niklas Lutzke (11), Aaron Lüdeking (11) und Fynn Burdich (10) vom Widukind Gymnasium in Enger. | © Lena Vanessa Niewald

Kreis Herford Jugend forscht: Erste Plätze für Teams aus dem Kreis Herford

Zwei Engeraner Projekte und eins aus Bünde schafften es bis ganz nach oben

Dennis Bleck
Lena Vanessa Niewald

Kreis Herford. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Für gleich mehrere Nachwuchs-Forscher aus dem Kreis Herford hieß es beim Regionalwettbewerb in der Herforder Sparkasse: Platz Eins, Zwei oder Drei. Und Wettbewerbsleiterin Gudrun Meya fasste mit einem Lächeln zusammen: „Egal, ob die Teams etwas gewonnen haben oder nicht. Eine Erfahrung fürs Leben ist es so oder so." ENGER Für das Engeraner Widukind-Gymnasium lief der Wettbewerb besonders gut. Gleich mit zwei ersten Plätzen kommen die Schüler nach Hause. Mit ihrem Projekt „Hokus-Pokus-Abakus" gelang den kleinen Mathe-Profis Leon Kumpert (11), Carla Homeier (10) und Siyona Wongkongkaew (11) der Sprung auf Platz 1 der Kategorie Schülerexperimente Mathematik/Informatik. „Wann hast du Geburtstag?" fragt Carla gleich jeden, der an ihrem Stand vorbeischaut. Mit Hilfe eines Rechenschiebers berechnet sie in Windeseile den genauen Wochentag. „Das war ein Mittwoch, stimmt’s?" Stimmt. Ebenfalls den Sprung aufs Siegertreppchen schafften drei Engeraner Fünftklässler. Niklas Lutzke (11), Aaron Lüdeking (11) und Fynn Burdich (10) haben einen Fahrrad-Check entwickelt. Mit Hilfe einer Lampe kann der Fahrer am Lenker erkennen, ob sein Rücklicht funktioniert oder nicht. „Wir wollten vergangenes Jahr unsere Mitschüler für den Winter fit machen und daraus ist dann die Idee für so eine Kontroll-Lampe entstanden", berichtet Aaron Lüdeking (11) voller stolz. BÜNDE Besonders überzeugt hat Jessica Patzelt (18). Die 18-Jährige macht ihr Abitur am Gymnasium am Markt in Bünde. Für Jugend forscht hat sie sich zweieinhalb Jahre mit Zuckermolekülen beschäftigt. Jetzt endlich war sie so zufrieden, dass sie ihr Projekt vorstellte: „Ich habe schon mit der Absicht angefangen zu forschen, um hier irgendwann zu stehen", sagt sie und guckt stolz auf ihr Plakat. Ein Meer an Graphen hat sie dort aufgeklebt. Für sie ganz einleuchtend: „Erst mal muss man einen Stoff kennenlernen, um ihn richtig zu verstehen." Für ihre Idee gab’s den ersten Platz in der Kategorie Jugend forscht Biologie. Warum ist Mousse au Chocolat so fluffig? Dieser Frage sind Laura Möllering und Lara Letterer (beide 11) nachgegangen. „Wir lieben beide Schokolade, da lag so eine Forschungsfrage doch auf der Hand", berichtet Lara und lacht. Nach mehreren Tests haben die beiden Mädels herausgefunden, dass die Luftigkeit am Eischnee liegt. „Das Schlagen des Eiklars bewirkt eine Volumenvergrößerung", erklärt Lara. Das Schoko-Team schaffte es schließlich auf den zweiten Platz in der Kategorie Schülerexperimente Chemie. HERFORD Für die Herforder Teams lief es hingegen dieses Mal nicht so gut wie in den vergangenen Jahren. Sie kommen mit einem zweiten und einem dritten Platz nach Hause. Jan Maas (13), Marie Zoe Schmitt (14) und Liana Böpple (13) vom Königin Mathilde Gymnasium freuen sich über den zweiten Platz in der Kategorie Schülerexperimente Physik. Sie haben erforscht, wer oder was W-Lan Signale schwächer macht. Ihr Ergebnis: Plastik und Papier haben keine Auswirkungen – Plexiglas und Metallgitter schon.

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