Zuverlässig: Der Rettungsdienst im Kreis Herford funktioniert vorbildlich. Jetzt muss nachjustiert werden, denn die Zahl der Einsätze ist deutlich gestiegen. Das zieht Anschaffungen von Fahrzeugen und die Neueinstellung von Personal nach sich. - © Gerald Dunkel
Zuverlässig: Der Rettungsdienst im Kreis Herford funktioniert vorbildlich. Jetzt muss nachjustiert werden, denn die Zahl der Einsätze ist deutlich gestiegen. Das zieht Anschaffungen von Fahrzeugen und die Neueinstellung von Personal nach sich. | © Gerald Dunkel

Kreis Herford Immer mehr Notfälle: 37.000 Einsatzfahrten im Kreis Herford

Rettungsdienstbedarfsplan: Auf Krankenwagen und Notärzte sind seit 2012 beständig mehr Notrufe zugekommen

Thomas Hagen

Kreis Herford. Es ist keine falsche Wahrnehmung, wenn man meint, Martinshorn und Sirene öfter als noch vor einigen Jahren zu hören. Die Einsatzzahlen für Krankenwagenbesetzungen und Notärzte sind tatsächlich deutlich gestiegen. Waren es im Jahre 2012 noch 31.188 registrierte Einsatzfahrten, so wurden aktuell 37.022 Einsatzfahrten verzeichnet. Das entspricht einer Steigerung von rund 19 Prozent. Der Kreis Herford ist Träger der Rettungsdienste und er ist auch dafür zuständig, den sogenannten Rettungsdienstbedarfsplan im Fünf-Jahres-Rhythmus zu aktualisieren. Darin ist festzulegen, wo die Einsatzfahrzeuge zu stationieren sind und wie groß die Zahl der Krankenwagen und Notarztfahrzeuge sein muss. Auch die Zeiten bis zum Eintreffen der Rettungskräfte müssen hier festgelegt werden. Diese Zeiten müssen dann auch zwingend in 90 Prozent aller Fälle nach Eingang der Notfallmeldung in der Einsatzleitstelle des Kreises in Eilshausen eingehalten werden. Darüber hat gestern der Fachausschuss für Bauen und Ordnung beraten. Dabei hörten die Mitglieder, dass die gesetzlichen Vorgaben bei Noteinsätzen eingehalten werden. Diese Vorgaben besagen, dass ein Rettungswagen innerhalb von zwölf Minuten vor Ort sein muss. Nach Erhebungen der Kreisverwaltung werden diese Vorgaben durchgängig gut erreicht. Im Einsatzgebiet Bünde zu 85,9 Prozent, im Herforder Stadtgebiet zu 88,1 Prozent, in Löhne zu 85,6 Prozent, in Spenge zu 78,8 Prozent und in Vlotho zu 84,2 Prozent. Damit diese Zahlen weiter erreicht werden können, müssen ausreichend Einsatzfahrzeuge und auch Personal vorgehalten werden. Der Standort Herford benötigt noch einen Rettungswagen Beim Bedarfsplan des Jahres 2012 wurden 31.188 Fahrten als Basis genommen. Da die Zahl sich nun deutlich erhöht hat, wird für den Standort Herford ein weiterer Rettungswagen notwendig und in Spenge braucht es einen zusätzlichen Notarztwagen. Auch für die Personalaufwendungen bedeutet das eine Ausweitung. So müssen im gesamten Kreisgebiet zukünftig 140 Stellen vorgehalten werden. Das entspricht einer Erhöhung des Stellenumfangs von rund 37. Für den Kreis selbst ergibt sich ein Personalmehrbedarf von rund 23 Stellen. Dafür muss der Kreis in seinem neuen Doppelhaushalt zusätzliche Mittel bereitstellen. Alles Mehrkosten werden über die (angepasste) Gebührensatzung für den Rettungsdienst gegenfinanziert und letztlich von den Krankenkassen übernommen. Mit einer Umsetzung der Fortschreibung des Rettungsdienstbedarfsplanes ist laut Verwaltungsvorlage allerdings erst im Herbst kommenden Jahres zu rechnen. Der Grund sind Beschaffungen, die ausgeschrieben werden müssen und Einstellungen externen Personals.

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