Bei Tag: Das Pflaster rund um den Belagteppich in der Platzmitte ist das gleiche wie auf der Lübberstraße. - © Corina Lass
Bei Tag: Das Pflaster rund um den Belagteppich in der Platzmitte ist das gleiche wie auf der Lübberstraße. | © Corina Lass

Herford So sieht der Preisträger für den Neuen Markt in Herford aus

Illustrationen: Das Planungsbüro Mann Architektur aus Fulda legt Tag- und Nachtansichten vom neugestalteten Platz vor. Sein Konzept lässt Raum für Veranstaltungen, bietet Aufenthaltsqualität und berücksichtigt auch die Interessen der Gastronomie

Corina Lass

Herford. Gestern hat die Neue Westfälische auf dieser Seite die Preisträger im freiraumplanerischen Wettbewerb "Neuer Markt" vorgestellt. Was fehlte, waren Fotos vom Entwurf der Erstplatzierten: Das Büro Mann Landschaftsarchitektur, Fulda, von Tobias Mann, war unbesetzt, eine Illustration des Entwurfs auch bei der Präsentation im Herforder Rathaus nicht zu bekommen. Die Redaktion reicht sie hiermit nach. Wie berichtet, sieht der Mann-Entwurf vor, den Neustädter Brunnen näher an die Verbindung zwischen Lübber- und Höckerstraße heranzurücken. Er soll so zu einem von Weitem - schon aus den Einkaufsstraßen Höcker- und Lübberstraße - sichtbaren Zeichen des Neuen Marktes werden. Der Entwurf greift das Material der neugestalteten Lübberstraße auf und führt es um einen rechteckigen, andersfarbigen Belagteppich aus Grauwacke - von den Landschaftsarchitekten Intarsie genannt - herum. Dadurch hebt sich die Fläche hervor. Lichtstelen beleuchten den Platz indirekt von den Rändern aus. Auch das Kirchenschiff und der Brunnen sollen abends beleuchtet werden. Die Gestaltung des Übergangs vom Kirchengrundstück zum Platz war eine besondere Herausforderung, sagte Landschaftsplaner Tobias Mann bei der Präsentation. Denn rund um die Kirche lag früher der Friedhof. Zudem ist Kirchen auch eine Abgrenzung vom weltlichen Stadtleben wichtig. Das Büro ist dieser Herausforderung mit zwei Stufen begegnet, die kurvig an der Ecke Neuer Markt und Hämelinger Straße angelegt werden sollen. Sie laufen zu den Seiten ebenerdig aus, sollen eine Sitzgelegenheit bieten und so Aufenthaltsqualität schaffen. Alle Haupt- und Nebeneingänge der Kirche bleiben dabei barrierefrei zugänglich. Sitzbänke sind entlang der Geschäftszeile auf der Achse Lübber-/Höckerstraße in gleicher Höhe wie die Bäume geplant. Die Bäume sollen allerdings von fünf auf drei reduziert werden. Weitere Sitzbänke stehen hinter den Treppenstufen zur Kirche auf dem Kirchengrundstück sowie an der Hämelinger Straße unter den Bäumen. Auch der Sockel des Brunnens soll als Sitzgelegenheit dienen können. Je fünf Fahrradbügel sieht das Büro vor der Geschäftszeile an der Achse Lübber-/ Höckerstraße vor, fünf weitere auf der Seite der Hämelinger Straße an der Kirche. Das Pflaster, das um den Belagsteppich in der Mitte herum verlegt werden soll, ist das gleiche wie auf der Lübberstraße. Eine andersfarbige, optische Kante grenzt den Belagteppich in der Mitte des Platzes vom Umfeld ab.

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