Kreis Herford/Bielefeld Bankräuber wegen Überfallserie vor Gericht

Prozess: Zwei Herforder und ein Bünder stehen im Verdacht, rund 130.000 Euro erbeutet zu haben

Jobst Lüdeking

Kreis Herford/Bielefeld. Für eine Bankraubserie müssen sich ab dem 7. Dezember ein 56-jähriger Bünder, ein 49-jähriger Herforder, der bis zu seiner Festnahme in Petershagen lebte, und sein 20-jähriger Stiefsohn vor dem Landgericht verantworten. Dabei war der Bünder auch noch in einem Vermisstenfall ins Visier der Justiz geraten. Die Tatserie, die den Männern zu Last gelegt wird, begann mit dem Überfall auf eine Bank in Minden/Kutenhausen. Ihr Masche dabei: Sie steigen schon nachts in die Bank ein. Die am nächsten Morgen eintreffenden Mitarbeiter der Bank sollen sie teilweise niedergeschlagen oder in ihre Gewalt gebracht und zum Öffnen des Tresors gezwungen haben. Beute: 90.000 Euro. Herforder und Bünder machten weiter Am 26. Februar wurde eine Bank in Rinteln überfallen, am 23. März eine Bank in Hohnhorst. Nach diesem Überfall war der 20-jährige Stiefsohn - der überdies noch mit einem Überfall in Steinbergen in Verbindung gebracht wird - gefasst worden. Der Herforder und der Bünder machten aber offenbar weiter. In der Nacht auf den 11. April sollen sie mit mindestens einer Pistole bewaffnet in einer Bank in Ottenstein eingestiegen sein. Die am nächsten Morgen eintreffende Bankmitarbeiterin sollen sie wiederum in ihre Gewalt gebracht und diese zum Öffnen des Tresors veranlasst haben. Die Beute diesmal: 37.680 Euro. In der Nacht zum 9. Juni sollen die Angeklagten dann versucht haben, in eine Bank in Hilgermissen einzudringen. Dabei sollen sie einen Alarm ausgelöst haben und geflüchtet sein. "Angaben haben die Beschuldigten bisher nicht gemacht", hatte die Staatsanwältin Christiane Holzmann, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Bielefeld, in der Vergangenheit erklärt. Sie ist auch mit der Leitung der Ermittlungen in dem Fall betraut.

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