Die Markthalle vor dem Umbau. - © Frank-Michael Kiel-Steinkamp
Die Markthalle vor dem Umbau. | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Herford Umbau der Herforder Markthalle schreitet voran

Neues Konzept: Poggenpohl könnte eine Showküche stellen. Zukunft des Gehörlosenvereins ist gesichert

Miriam Scharlibbe

Herford. In ihrer letzten Sitzung des Jahres sollen die Herforder Ratsmitglieder am Freitag, 9. Dezember, über den Stand des Markthallenumbaus informiert werden. Nach der Grundsatzentscheidung über die künftige Ausrichtung sind demnach etliche Aufträge bereits an Handwerker vergeben worden: ein Architektenbüro wurde ausgewählt sowie die Ingenieurleistungen für Elektrotechnik, Heizung, Lüftung und Sanitär vergeben. In Vorbereitung sei außerdem die Vergabe der Innenarchitektenleistungen für Markthalle und Touristinformation. Übergangsmarkt außerhalb der Halle beginnt am 1. Mai Aktuell, so heißt es in einer von Bürgermeister Tim Kähler unterzeichneten Vorlage, werde gemeinsam an der weiteren Konkretisierung des Konzeptes und dessen Umsetzung gearbeitet. So seien bereits Varianten zu fest in-stallierten Ständen sowie mobilen Angeboten in der Mittelzone entworfen worden. Als weiterer Schritt sei die Entwicklung einer Gastronomieplanung vergeben worden. Weiter geht es auch in der Frage, welche Marktbeschicker künftig ihre Waren in der Halle anbieten sollen. So seien Gespräche mit möglichen Ankermietern aus den Bereichen Bier, Kaffee und Schokolade geführt worden. Die Firma Poggenpohl habe bereits die Bereitschaft zu einer Kooperation in Sachen Showküche erklärt. Die bisherigen Marktbeschicker sollen weiter in den Prozess eingebunden werden. Zum schnellen Informationsaustausch sei ein Marktgremium gebildet worden. Sechs Vertreter der Markthändler verhandeln darin über den Rahmen für die Zeit vom 1. Januar bis 30. April 2017. Außerdem sprechen sie mit der Stadt über Platzierungen beim Übergangsmarkt ab dem 1. Mai 2017 wenn die Halle endgültig geschlossen wird. Gesichert scheint auch die Zukunft des Gehörlosenvereins, der wegen des Umbaus dauerhaft sein bisheriges Zuhause im Keller der Markthalle verlassen muss. Nachdem die Kommunalpolitiker ihre Unterstützung in Form eines Ausnahmebeschlusses zur Finanzierung von Vereinen signalisiert hatten, ist der Mietvertrag für die neuen Räume an der Tribenstraße wohl unterschrieben. Der Vermieter habe die notwendigen Umbauarbeiten beauftragt. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass der Verein die Markthalle spätestens zum 31. Dezember verlassen kann. Die Markthalle hat einen Buchwert von fast 600.000 Euro (573.884) und gehört seit dem 1. Januar 2006 zum Sondervermögen des Immobilien- und Abwasserbetriebes (IAB). Der Rat soll in seiner Sitzung auch beschließen, die Halle und das dazu gehörige Grundstück rückwirkend zum 1. Januar 2016 wieder in das allgemeine Vermögen der Stadt einzugliedern. Die Gründe sind formeller Natur: Empfänger der Fördermittel zur Sanierung der Halle ist die Stadt; die Rückübertragung entspricht den Anforderungen des Fördergebers.

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