Zwillinge an Bord: Anne und Marie sind mit ihren Eltern extra aus Lingen im Emsland angereist, um im H2O einen Tag lang Badeurlaub zu machen. Den zwölfjährigen Mädchen gefällt besonders das Stand-up-Paddling, bei dem sie die Balance halten müssen. Fotos: Kiel-Steinkamp|| - © Frank-Michael Kiel-Steinkamp
Zwillinge an Bord: Anne und Marie sind mit ihren Eltern extra aus Lingen im Emsland angereist, um im H2O einen Tag lang Badeurlaub zu machen. Den zwölfjährigen Mädchen gefällt besonders das Stand-up-Paddling, bei dem sie die Balance halten müssen. Fotos: Kiel-Steinkamp|| | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Herford Hohe Besucherzahl im Freizeitbad H2O in der Ferienzeit

H2O wird nächstes Jahr 20: Das Freizeitbad muss sich immer wieder gewandeltem Freizeitverhalten stellen. Trendsportarten sorgen für Abwechslung

Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Herford. Wenn gleichzeitig in Nordrhein-Westfalen und in Niedersachsen Herbstferien sind, dann wird es richtig eng im Herforder Freizeitbad H2O und die Kapazitätsgrenze von 900 Badegästen ist schnell erreicht. Das traf in der vergangenen Woche gelegentlich zu und es kam zu Wartezeiten an der Kasse. "Wirklich lange muss aber niemand warten, denn es gehen ja auch immer wieder Leute raus", sagt Bäder-Chef Markus Diering. Und er ist froh: "Seit unserem letzten An- und Umbau mit Vergrößerungen im Gastronomie- und Aufenthaltsbereich Ende letzten Jahres sieht man den Gästen an, dass sie entspannter sind." Seitdem sind auch die Außenschwimmbecken besser zu sehen und werden mehr genutzt. Das H2O braucht diese Spitzenzeiten der Auslastung in den Ferien, an den Feiertagen und den Brückentagen wie zum bevorstehenden Monatswechsel Oktober/November, der im Idealfall mit Nieselregen daher kommt. "Das ist entscheidend für unseren Erfolg", sagt Diering. Aktuelle Zahlen von 2016 verrät er noch nicht, doch: "Es bewegt sich auf Vorjahresniveau." Und damit war man zufrieden. Das H2O hat ein Einzugsgebiet von rund 80 Kilometern. Die zwölfjährigen Zwillinge Anne und Marie kommen sogar aus dem 125 Kilometer entfernten Lingen im Emsland öfter mit ihren Eltern an die Wiesestraße. "Es ist toll, dass das Bad so groß ist und es so viele Spielmöglichkeiten gibt", sagen sie begeistert. Während ihre Eltern sich aus dem Trubel in die Saunalandschaft zurückgezogen haben, versuchen sie sich auf Surfbrettern in "Stand-up-Paddling". "Wenn man das Gleichgewicht hat, funktioniert?s", sagen sie begeistert. Die neue Trendsportart ist Teil des Herbstferienprogramms, das noch bis kommenden Freitag für Abwechslung im und am Sportbecken sorgt. Am heutigen Dienstag wird ein 17 Meter langer Wasserparcours aufgebaut, am Mittwoch gibt es lustige Wasserspiele, am Donnerstag kann man Kanu fahren und auf dem Surfbrett paddeln und am Freitag können die Kinder und Jugendlichen sich mit Glitzertattoos schmücken. Das Sonderprogramm ist im Eintrittspreis enthalten. Markus Diering freut sich, dass das H2O in der Branche immer mehr Anerkennung findet, so vor zwei Wochen auf der Fachmesse Interbad. "Wir sind in den Top 10 der Erlebnisbäder in Deutschland angekommen", sagt er selbstbewusst. Erst kürzlich hat das Fachmagazin "Parkscout" den dritten Platz im Publikumspreis "Erlebnisbad des Jahres" verliehen. Und - immer wichtiger - es gibt regelmäßig gute Kritiken bei Facebook und auf der Touristikwebseite Trip-Advisor. Ausruhen kann man sich auf den Lorbeeren auch nach fast 20 Jahren nicht. "Die Erwartungen steigen und das Freizeitverhalten ändert sich", weiß Diering. "Auch die Konzepte müssen sich ändern - aber ein Schwimmbad werden wir bleiben."

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