Thomas Jerwin und Nicole Talbot (mit Sohn Phileas) siegten in der Kategorie „Garten". Auf mehreren Ebenen ist es so geplant, dass immer etwas blüht. - © Ralf Bittner
Thomas Jerwin und Nicole Talbot (mit Sohn Phileas) siegten in der Kategorie „Garten". Auf mehreren Ebenen ist es so geplant, dass immer etwas blüht. | © Ralf Bittner

Herford Die schönsten Gärten in Herford werden ausgezeichnet

Blumenschmuckwettbewerb: Herforder Verschönerungsverein zeichnet Hobbygärtner aus. Die lassen es auf Terrassen, am Straßenrand, vor oder hinter dem Haus blühen

Ralf Bittner

Herford. "Die Gartenarbeit erdet mich und ist Entspannung nach dem Job", sagt Nicole Talbot, die gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Thomas Jerwin den Garten am Haus Kolpingstraße 15 gestaltet. Auf 300 Quadratmetern und mehreren Niveaus stehen Stauden, Rosen, Blumen. "Der Garten ist so geplant, dass das ganze Jahr hindurch irgendwo etwas blüht", sagt Talbot, die von ihren Lebensgefährten den grüneren Daumen zugesprochen bekommt. "Als wir das Haus vor 13 Jahren kauften, bestand der Garten zum großen Teil aus Rasen und einigen Bäumen", sagt Talbot, die von Anfang den garten als ihr Tätigkeitsfeld entdeckte. "Ich orientiere mich an der englischen Gartenkunst", erzählt sie: "Die gibt es so in Deutschland ja nicht." Inzwischen hat sie in diesem Fach auch ein Online-Studium an einem Institut in England begonnen. Für dieses Engagement bekam das Paar von Verschönerungsverein jetzt den 1. Platz in der Kategorie Garten zugesprochen. Weitere Preisträger sind die Familien Schuckenböhmer und Kriesten. Daniel Rodrigo freut sich über den 1. Preis in der Kategorie "Vorgarten". Geschwungene Wege, Blumen und niedrige Gehölze zeichnen den Garten aus. Weitere Preisträger in dieser Kategorie sind Renate Böse und Familie Maschmeyer. Seit inzwischen 34 Jahren verwandeln Ursula und Günther Hartmann ihre Dachterrasse, Wiesestraße 70, für die Sommersaison in ein Blütenparadies. Geranien, Rosen und vieles mehr blühen dann hier, dazu Johannisbeeren, Zucchini, Gurken, Erdbeeren und Äpfel. Ein Teil der Terrasse ist überdacht, so dass die Sitzecke bei jedem Wette genutzt werden kann. Der Platz reicht sogar für die ersten Dreiradtouren der Enkel. "Freunde sagen immer, dass wir ja gar nicht in den Urlaub fahren müssen, weil es bei uns so schön ist", sagt Ursula Hartmann. Die Jury sprach dem Paar den 1. Preis in der Kategorie "Balkon" zu. Die Plätze 2 und 3 gingen an die Familien Henke und Winkler. Horst Ellerbrock ist der Preisträger in der Kategorie Öffentliches Grün. Ellerbrock wohnt an der Herforder Heide in Elverdissen an der Einmündung "Zum Flachsbach". Diese Straße ist die Zufahrt zur Firma Wittenbreder. "Die Einmündung war ursprünglich so eng, dass die Lkw kaum einbiegen konnten", sagt Ellerbrock: "Zweimal haben sie meine Gartenmauer mitgenommen." Nach Gesprächen mit der Stadt wurde ein Stück Bach an der Herforder Heide verrohrt und der Boden geteert, so dass die Transporter jetzt mehr Platz haben. Seither kümmert sich Ellerbrock um ein etwa 200 Quadratmeter großes Stück Land entlang der Herforder Heide. Mit Bank, Nadelgehölzen, Infokasten und einem aus Metall geflochtenen Kubus ist dort ein kleiner Park entstanden. Klaus Brandenburg erhielt den 2. Preis in dieser Kategorie. "Wir haben die Preise im Pfennigskrug überreicht", sagte der Jury-Vorsitzende Jörg Haferkorn. "Uns ist es bei unseren Rundgängen schwer gefallen, eine Reihenfolge festzulegen, denn alle Gärtner tragen zur Verwirklichung unseres Vereinsziels, nämlich zur Verschönerung Herfords, bei." So gab es für alle Hobbygärtner eine Anerkennung.

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