Herford Acht neue Gesichter für "Mensch in Herford"

Mit 24 Bildern ist die Aktion nun vollständig

Friderieke Schulz

Herford. "So viel positive Resonanz haben wir uns nie im Leben träumen lassen", sagt Hans Koch bei der Vorstellung der dritten und letzten Kampagnenrunde der Aktion "Mensch in Herford". Die acht neuen Gesichter, die die Kampagne auf insgesamt 24 Bildern erweitern, hängen nun ebenfalls in der Stadt. Insgesamt 2.700 Plakate, 10.000 Postkarten und weitere 17.000 Karten mit Rezepten aus der Heimat wurden seit dem Start im November 2015 gedruckt. "Die Rezeptkärtchen mussten wir sogar nachdrucken lassen, weil sie ausverkauft waren", sagt Koch. Das brachte die Projektinitiatoren auf einer weitere Idee, für die sie die zwei Herforder Köche Marc Höhne und Peter Maetschke gewinnen konnten. "Sie werden gemeinsam mit den Rezeptgebern die Gerichte nachkochen", verrät Hans Koch mehr über das Vorhaben, das derzeit geplant wird. Der Erfolg der Bilderkampagne, die Zugereiste und Flüchtlinge zeigt, geht weit über die Grenzen der Hansestadt hinaus. Auch in Tutzing in Bayern hat man davon gehört und sich entschieden, im Sommer das Projekt ebenfalls umzusetzen. "Auch Hamburg und Stadthagen bereiten derzeit eine vergleichbare Kampagne vor", weiß Koch. Dass die Projektinitiatoren das Marta Museum als Ort zur Vorstellung der dritten und letzten Kampagnenrunde ausgesucht haben, kann Tim Kähler, Bürgermeister und Schirmherr der Aktion, gut verstehen. "Das Marta steht, wie auch die Aktion, für Mut. Die Bilder dokumentieren, was normal ist: Menschen kommen in die Stadt und Menschen verlassen die Stadt", so Kähler, der Herford als bunt und sich als Norddeutscher selbst als Zugewanderten bezeichnet. Einen Raum für die Präsentation einer so vielfältigen Aktion hat auch Roland Nachtigäller gern zur Verfügung gestellt. "Die Kampagne hat eine unglaubliche Solidarität in der Stadt ausgelöst", weiß der künstlerische Direktor des Marta und verweist auch auf die Professionalität der Bilder, die er für sehr gelungen hält. Laut Philipp Külker liegt das vor allem an den Modellen. "Deswegen danken wir jedem dafür, dass er oder sie teilgenommen hat und das Projekt zu dem gemacht hat, was es ist", so Külker.

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