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Herford Soulsängerin Jocelyn B. Smith gibt ein Gratiskonzert im Marta

Gratiskonzert: Smith ehrt den Fotografen Jürgen Escher als Brückenbauer. 200 Geflüchtete und Unterstützer sind eingeladen, Restkarten im Museum

Ralf Bittner

Herford. "Shine A Light - entzündet ein Licht" heißt die Kampagne der Soulsängerin Jocelyn B. Smith, die am Mittwoch, 4. Mai, um 18.30 Uhr ein Gratis-Konzert im Marta-Forum geben wird. Mit den Konzerten dieser Reihe möchte sie Menschen ehren, die beispielhafte Brückenbauer sind. In Herford möchte sie ihr Licht über dem Fotografen Jürgen Escher leuchten lassen, der seit Jahrzehnten als Berichterstatter und Helfer die Krisengebieten der Welt bereist. "Die Initiative ging von Jocelyn B. Smith", sagte Museumsdirektor Roland Nachtigäller. Nach ihrem Auftritt beim Jahresempfang hatte sie ihre Kampagne vorgestellt und sich erkundigt, ob es in Herford eine Person gibt, die es wert wäre, als Brückenbauer in den Zeiten des Umbruchs und Beispiel für andere Menschen ausgezeichnet zu werden. Das Marta-Team schlug Jürgen Escher vor, von dem am Abend und in den folgenden vier Wochen je zehn Fotos aus seiner Weltweit-Serie und aus seiner Serie "Mensch in Herford" gezeigt werden. "Das Konzert ist kein Charity-Konzert", betont Nachtigäller: "Es ist kostenlos, und es wird auch kein Geld gesammelt." Möglich macht das die organisatorische Unterstützung des Vereins Musik Kontor, wo Jocelyn B. Smith im vergangenen Jahr ein nachwirkendes Konzert gegeben hat. "Viele Konzerte nimmt man so mit", sagte der Vorsitzende Ralf Hammacher, doch bei Jocelyns Konzerten passiert etwas ganz Besonderes. Selten sind die Zuhörer so beseelt nach Hause gegangen wie nach Jocelyns Auftritt." Jocelyn B. Smith lebt in Berlin und engagiert sich auf vielerlei Ebene, unter anderem betreut sie einen Chor in einem Kreuzberger Nachbarschaftszentrum, der von ihr gegründete Verein "Yes we can" unterstützt Kriegsopferkinder. "In den Zeiten, in denen jeder glauben darf, was er will, sind den Menschen Orientierung und Menschlichkeit abhanden gekommen", ist die Soulsängerin überzeugt. Ihre Lösung für dieses Problem heißt Menschlichkeit und die Förderung des Verbindenden. Mit ihrem Konzert und ihrer Shine-a-Light-Kampgane möchte sie einerseits den Engagierten danken und anderen dieses Engagement wie ein Kerzenlicht in Dunkeln als Beispiel sichtbar machen. Etwa 400 Karten gibt es für das Konzert, die Hälfte davon geht an Geflüchtete und deren Unterstützer, die anderen werden am Samstagmorgen im Foyer ausgegeben. Wer keine Karte bekommt, kann das Konzert im Foyer als Übertragung im ab 18 Uhr kostenlos geöffneten Museum verfolgen.

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