In seinem Element: TV-Starkoch Ralf Zacherl kredenzt mit Hilfe vieler fleißiger Hände convierten Kabeljau mit Karotten-Inger-Gemüse mit einem Liebstöckel-Crumble. - © Peter Steinert
In seinem Element: TV-Starkoch Ralf Zacherl kredenzt mit Hilfe vieler fleißiger Hände convierten Kabeljau mit Karotten-Inger-Gemüse mit einem Liebstöckel-Crumble. | © Peter Steinert

Herford TV-Koch Ralf Zacherl bittet zur Gala der Gaumenfreuden

Gourmet-Festival: Edeka-Wehrmann und TV-Koch Ralf Zacherl bescheren 800 Besuchern einen köstlichen Tag

Peter Steinert

Herford. Ein Feuerwerk der Köstlichkeiten. Eine Gala der Gaumenfreuden. 800 zahlende Gäste staunen, was die Familie Wehrmann am Sonntagnachmittag in ihrem Edeka-Markt an der Goebenstraße möglich gemacht hat. Und mit Ralf Zacherl stand hinter einem der vielen Tresen ein TV-Starkoch, der seinem guten Ruf gerecht wurde. Links das Gebäck von Bahlsen, rechts die Kekse von Leibniz. Dazwischen haben es sich Miquel Piera und Manuela Sanches aus Spenge sowie Dirk und Sandra Vincke aus Rödinghausen bequem gemacht. Nach Herford sind sie gekommen, um bei diesem ersten Gourmet-Festival ihre Gaumen zu strapazieren. Schlemmen zwischen Regalen. Die Wehrmanns haben mit Hilfe von Elsbach-Koch Marc Höhne reichlich aufgefahren. Fisch, Fleisch. Wein, Sekt. Schokolade aus Aachen, Eis aus Italien. Victoriabarsch aus der Wokpfanne, Dessertvariationen von Dr. Oetker. Frisch gepresste Fruchtsäfte, Draftbiere aus aller Herren Länder. Gemüßlich Austern schlürfen "Bis jetzt haben wir 170 Flaschen Champagner ausgeschenkt", sagt zwei Stunden nach der Öffnung Juniorchefin Julia Wehrmann, die zusammen mit Marc Höhne die Vorarbeit geleistet hat. Und die von allen Seiten mit Lob überschüttet wird: "Fantastisch", "total geil", "hervorragend", "wir kommen wieder". Zu diesem Zeitpunkt sind die 300 angelieferten Austern schon geöffnet, mit Zitrone beträufelt und vergeben. Carsten Dannhaus hat zwei Tellerchen ergattert, damit er nun als Bürger Hiddenhausens und Gourmet von Welt seiner 12-jährigen Tochter Leandra zeigen kann, wie eine derartige Delikatesse zu schlürfen ist. Dem Vater mundet die Kleinigkeit, der Tochter verschlägt es die Sprache. Weitaus gesprächiger ist etliche Regalreihen weiter Ralf Zacherl. Er weist Mitarbeiter ein, gibt Kommandos, verteilt Aufgaben. Der Meister ist in seinem Element, als der erste Hungrige mit großen Augen und leerem Teller vor ihm steht. "Natürlich bin ich nervös. Das sind für mich ungewohnte Geräte und eine unbekannte Mannschaft", sagt der drahtige Spitzbartträger, der in Herford mit Hilfe vieler fleißiger Hände confierten Kabeljau mit Karotten-Ingwer-Gemüse und Liebstöckel-Crumble kredenzt. Confieren meint langsames garen deutlich unter dem Siedepunkt. Wein aus Italien mundet nicht allen Der Fisch ist saftig, nicht zu sehr durch, das Gemüse ein wenig süßlich. Womit der Meister dem Grundsatz der drei "S" - Süße, Säure, Salz - folgt und gar nicht mehr schief liegen kann. Zu viel Gewürz ist ohnehin Zacherls Sache nicht: "Schärfe ist kein Geschmack, sondern ein Zustand." Miquel Piera und Manuela Sanches sowie Dirk und Sandra Vincke haben sich inzwischen eingelebt. "Das Rind ist sehr gut, das Vitello tonnato auch", lobt der Spenger. Nur dessen Frau hat etwas zu bemängeln: "Der Wein ist aus Italien." Die Dame ist gebürtige Spanierin.

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