Herford "Glüxxbox" für die Präventionsarbeit im Glückspiel bei jungen Leuten

Schüler sollen mit diesem Arbeitsmittel aufgeklärt und für Risiken sensibilisiert werden

Herford. "Glücksspiel kann süchtig machen". Es gibt nur wenige Menschen in Deutschland, die diesen Satz nicht kennen, denn er ist oft bei der Werbung für Glücksspiele zu hören oder zu lesen. Inwieweit insbesondere Jugendliche gefährdet sind, zeigt die neueste Studie zum Konsum von Glücksspielen bei Kindern und Jugendlichen in NRW. Jetzt gab es eine Lehrerfortbildung zum Einsatz der "Glüxxbox NRW", Referenten waren Bianca Gärtner und Horst Brönstrup von der Fachstelle Glücksspielsucht des Diakonischen Werkes Herford. Im Anschluss wurde der Schulleitung des Friedrich-List-Berufskollegs ein Präventionskoffer überreicht, um der Schule eine regelmäßige eigenständige Präventionsarbeit zu dieser Thematik zu ermöglichen. Für die Studie wurden 5.976 Schüler befragt. Dabei betrug die Neigung für problematisches Glücksspielen 1,7 Prozent. Weitere 3,5 Prozent wurden als gefährdet eingestuft. Darüber hinaus zeigt die Studie, dass Kinder und Jugendliche in hohem Maße der Werbung für Glücksspiele ausgesetzt sind und dieses auch mit als auslösendes Motiv zur Glücksspielnutzung angesehen werden muss. Zielgruppe sind Schüler der Klassen 8 bis 10 Um der damit verbundenen Suchtgefahr entgegenzuwirken, hat die Schwerpunktberatungsstelle Glücksspielsucht in Herford eine "Glüxxbox NRW" für die Präventionsarbeit mit Kindern und Jugendlichen entwickelt. Die Glüxxbox wurde hauptsächlich den Prophylaxefachkräften des Landes NRW für ihre Präventionsarbeit in Schulen zum Thema Glücksspiel und Glücksspielsucht zur Verfügung gestellt. Die Zielgruppe der Glüxxbox sind dabei hauptsächlich Schüler der Klassen 8 bis 10 an Haupt-, Real- und Gesamtschulen sowie Jugendliche an Berufskollegs, die über Glücksspiele informiert und für die Risiken sensibilisiert werden sollen. Dazu sind Materialien für eine interaktive Arbeit entwickelt worden. Die Materialien der Glüxxbox sind dabei so konzipiert, dass sie dem Erfahrungs- und Wissensstand der Altersgruppe entsprechen und variabel eingesetzt werden können. Die Lehrer des Friedrich-List-Berufskollegs haben sich in den vergangenen Monaten intensiv mit dem Thema Glücksspiele und Glücksspielsucht auseinandergesetzt. In diesem Rahmen fanden eine Präventionsveranstaltung mit rund 200 Jugendlichen und eine interne Lehrerfortbildung mit Dr. Tobias Hayer von der Universität Bremen statt.

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